Einführung und Lesung aus dem Nibelungenlied:
Margarete Springeth und Toni Bernhart
Akkordeon: Margherita Berlanda
Musik von Manuela Kerer "In the Dephts of my Being"
Das Ergebnis der umfassenden Nibelungen-Veranstaltungsreihe im Frühjahr 2024, während welcher die aus Schloss Obermontani stammende Nibelungenlied-Handschrift I/J im Museum KunstMeran zu sehen war, ist eine zweibändige Publikation mit dem Titel "Da brachte man die Märe in andrer Könige Land. Europäische Überlieferung und Strahlkraft des Nibelungenliedes". Die Buchvorstellung der beiden Bände wird ergänzt durch Lesungen aus dem Nibelungenlied von Margarete Springeth und Toni Bernhart sowie durch die Darbietung des Stückes „In the Depths of my Being“ von Manuela Kerer, gespielt von der Akkordeonistin Margherita Berlanda.
Zur Nibelungen-Publikation
Ausgehend von der aus Schloss Obermontani (Südtirol) stammenden Nibelungenlied-Handschrift I/J, beschäftigen sich die in deutscher, englischer und italienischer Sprache verfassten wissenschaftlichen Beiträge mit dem beinahe grenzenlosen Universum des Nibelungenliedes. Zunächst wird die handschriftliche Tradition des mittelhochdeutschen Epos behandelt und beleuchtet, wobei dem von Beda Weber im Vinschgau aufgefundenen Manuskript ein besonderes Augenmerk gilt. Hauptthema der Publikation ist indes die vielseitige europäische Rezeption des Nibelungenliedes. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz werden besonders nicht-deutschsprachige Länder in den Mittelpunkt gerückt, denen bisher nur wenig Beachtung geschenkt worden ist. Ziel ist es, die Verbreitung sowie neue Interpretationen und Umdeutungen des Nibelungenliedes darzulegen, die der Text im Zuge seiner Überlieferung in und vor allem außerhalb Deutschlands erfahren hat. Nicht nur literarische und musikalische Bearbeitungen, Übersetzungen und Neuschreibungen, sondern auch Adaptionen und Interpretationen in der bildenden Kunst, welche das Nibelungenlied in ein neues Licht rücken können, werden in den Blick genommen.
Der Generalherausgeber John Butcher ist Historiker sowie Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen Südtirol, Epik und die Griechen
Eintritt frei
Umtrunk im Anschluss