Ein Blick in den Himmel über den Dolomiten
Beim jährlichen Sternegucken im GEOPARC Bletterbach stehen ausnahmsweise nicht die tiefe Schlucht und die faszinierende Geologie der Dolomiten im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Sternenhimmel. In Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und dem Planetarium Südtirol findet die Veranstaltung am Freitag, 21. August 2026 am Jochgrimmpass statt.
Ab 20.45 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den zunehmenden Mond mit seinen Kratern, den Mars sowie verschiedene Sternhaufen und Nebel durch Teleskope zu beobachten. Fachkundige Astronominnen und Astronomen begleiten die Beobachtungen und vermitteln auf verständliche Weise astronomisches Hintergrundwissen.
Der Beobachtungsort am Jochgrimm bietet ideale Bedingungen für einen ungestörten Blick in den nächtlichen Himmel.
Beginn: 20.45 Uhr
Ort: Jochgrimmpass (Parkplatz)
Teilnahme: kostenlos
Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0471 886946 oder info@bletterbach.info.
Bei Schlechtwetter entfällt die Veranstaltung, dies wird im Bedarfsfall kurzfristig auf den Social-Media-Kanälen des GEOPARC Bletterbach auf Facebook und Instagram kommuniziert.
Warme Kleidung ist empfohlen.
Mit einer Wissenschaftlerin unterwegs…
Bei dieser geführten Wanderung nimmt Sie die Geologin und Direktorin des GEOPARC Bletterbach, Hannah Pomella, mit in die beeindruckende Schlucht im Südtiroler Unterland zwischen Aldein und Radein. Sie erläutert, warum dieser Ort für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt von besonderer Bedeutung ist, und gibt spannende Einblicke in ihre Arbeit im UNESCO-Welterbe Dolomiten. Anschaulich und verständlich zeigt sie, wie Forschende aus Gesteinsschichten und Fossilien Erkenntnisse über die Erd- und Klimageschichte vor hunderten Millionen Jahren gewinnen und warum dieses Wissen gerade heute von großer Relevanz ist.
Hannah Pomella ist seit 2025 Direktorin des GEOPARC Bletterbach. Zuvor war sie Assistenzprofessorin für Geologie an der Universität Innsbruck. Seit über 20 Jahren widmet sie sich der Erforschung der Entstehung der Alpen, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Geologie Südtirols.
02.08.2026 in deutscher Sprache
09.08.2026 in italienischer Sprache
Start am Besucherzentrum um 10.00 Uhr.
Fotografie im Spannungsfeld zwischen Forschung und künstlerischer Praxis
Der Vortrag von Gregor Sailer bietet Einblicke in sein fotografisches Werk, das künstlerisches Schaffen an den Randzonen menschlicher Zivilisation mit wissenschaftlicher Forschung und investigativer Praxis verbindet. Der Künstler interessiert sich für die Veränderung von Landschaft durch den Menschen sowie die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Implikationen von Architektur. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Verbindung von Bildproduktion, wissenschaftlicher Untersuchung und architektonischem Kontext.
Die Arbeiten verlangen monatelange Recherchearbeit und Aufenthalte unter extremen Bedingungen. Die konzeptuelle Vorbereitung der Projekte, der Umgang mit strukturellen und politischen Barrieren sowie Strategien zu deren Überwindung werden anhand seiner beiden aktuellsten Langzeitprojekte Cockaigne und The Polar Silk Road vorgestellt.
Cockaigne setzt sich mit der globalen zukünftigen Nahrungsmittelproduktion auseinander – eine Reise durch Sci-Fi-Welten und dystopische Landschaften. The Polar Silk Road beleuchtet die gegenwärtigen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um den Nordpol.
Somit reflektiert Gregor Sailer auch die Positionierung seiner Arbeit im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Fotografie und dokumentarischer Praxis, zwischen Bildkonstruktion und kritischer Analyse. Seine Projekte eröffnen zugleich neue Perspektiven auf komplexe globale Zusammenhänge und die Rolle der Fotografie als analytisches Werkzeug.
Gregor Sailer wurde 1980 in Schwaz in Tirol geboren. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in nationalen sowie internationalen Solo- und Gruppenausstellungen gezeigt – unter anderem in New York, London, Arles, Mailand, Wien, Genf, Barcelona, Prag, Tiflis, Berlin und Budapest. Viele seiner Foto-Serien wurden als Fotobücher veröffentlicht, zuletzt Cockaigne, The Polar Silk Road, The Potemkin Village und Unseen Places. Gregor Sailer lebt und arbeitet in Tirol.
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