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von Sybille Berg mit: Peter Schorn Regie: Eva Kuen Bühne und Kostüme: Cristina Alaimo Internationale Konflikte nehmen zu, politische Gewissheiten bröckeln und militärische Begriffe sickern wieder in den Alltag ein: Die Gegenwart ist geprägt von Unsicherheit und von der leisen Ahnung, dass Eskalationen längst nicht mehr nur ferne Szenarien sind. Vor diesem Hintergrund entfaltet sich „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe“ von Sibylle Berg. Es ist das Porträt eines Menschen, der Teil dieses Systems ist – und sich ihm zugleich zu entziehen versucht. Im Zentrum steht ein Ingenieur, dessen berufliche Realität eng mit den Dynamiken globaler Aufrüstung verknüpft ist. Doch als ein scheinbar absurder Konflikt in Europa außer Kontrolle gerät und ihn persönlich erreicht, kippt die Perspektive: aus Distanz wird Betroffenheit, aus Anpassung Zweifel. Der Rückzug in einen dunklen, abgeschlossenen Bunker markiert nicht nur eine äußere Flucht, sondern auch eine innere Bewegung. In der Isolation entsteht ein gedanklicher Monolog, gerichtet an ein imaginäres Kind – ein Versuch, Sinn zu stiften in einer Welt, die sich zunehmend jeder Logik entzieht. Zwischen Erinnerungen, Fragen und Beobachtungen wird sichtbar, wie brüchig die großen Versprechen moderner Gesellschaften geworden sind. Sibylle Berg verbindet in ihrem Text trockenen Humor mit stiller Verzweiflung und entwirft ein Szenario, das weniger von der Zukunft erzählt als von einer Gegenwart, die bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.