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Ein Gastspiel des Maxim Gorki Theaters, Berlin Mutter Fatma und Sohn Dinçer bewegen sich noch einmal durch ihr gemeinsames Leben, ihr Deutschlandmärchen, das kein Märchen war. Zwei Generationen kämpfen sich auf der Suche nach Identität, Sprache und dem eigenen Platz durch unerbittliche Verhältnisse, mal miteinander, mal gegeneinander. Beide sind ungeheuer starke Menschen auf dem Weg zu unerreichbaren Heimaten. Es ist ein Erinnern in tiefer Zuneigung und wütender Abrechnung. Dinçer Güçyeter, geboren 1979 in Nettetal, erhielt für sein Romandebüt „Unser Deutschlandmärchen“ 2023 den Preis der Leipziger Buchmesse. Er verwebt darin Motive seiner eigenen Lebensgeschichte und der seiner Mutter, die in den 1960er Jahren als Gastarbeiterin aus der Türkei nach Deutschland kam. Regisseur Hakan Savaş Mican erzählt diese ungewöhnlich offene und berührende Familiengeschichte als lustvolle musikalische Reise, in der jede Generation ihre eigene Musik hat. Es sind zwei Leben voller Sehnsüchte, geplatzter Träume, Wut und Liebe. Die Uraufführung von Hakan Savaş Mican überzeugte Publikum wie Presse. „Ein ebenso witziges wie hoch emotionalisierendes Bühnenereignis“, urteilte etwa Elena Philipp für nachtkritik.de. Die Inszenierung wurde zum 62. Berliner Theatertreffen 2025 eingeladen.