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Natural Gravitation ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit The dance of the future, eine Vorlesung der US-amerikanische Tänzerin und Choreografin Isadora Duncan aus dem Jahr 1903. Duncan sagte darin: „Der wahre Tanz sollte nun nichts anderes sein, als eine natürliche Gravitation des Willens im Individuum, der nicht mehr und nicht weniger, als eine Übertragung der Gravitation des Weltalls in das menschliche Individuum ist. […] der Tanz der Zukunft wird eine neue Bewegung sein, eine Frucht der ganzen Entwicklung, die die Menschheit hinter sich hat. […] Die Tänzerin der Zukunft wird ein Weib sein müssen, deren Körper und Seele so harmonisch entwickelt sind, dass die Bewegung des Körpers die natürliche Sprache der Seele sein wird. Die Tänzerin wird nicht einer Nation, sondern der ganzen Menschheit angehören. Sie wird keine Feentänze zu tanzen versuchen, noch Nixen darstellen oder kokette Frauen, sondern sie wird als das Weib in seiner größten und reinsten Erscheinung tanzen.“ Die neapolitanische Choreografin und Tänzerin Luna Cenere interpretiert Duncans Botschaft in einem freien und zyklischen tänzerischen Akt. Eine Frau tanzt mit einem Planeten: Die Kraft des nackten weiblichen Körpers trifft symbolisch auf Natur und Kosmos. Die Performance beschreibt die Umlaufbahnen und prägt sich dem Betrachter wie eine ewige Wiederkehr ein: