Event-Informationen
Die Tanzinstallation Floe entstand aus der Zusammenarbeit des französischen Zirkuskünstlers Jean-Baptiste André und des bildenden Künstlers Vincent Lamouroux. Das „Bühnenbild“ besteht aus weißen unregelmäßig geformten Blöcken mit einer sehr glatten Oberfläche. Je nach Aufführungsort werden diese Blöcke neu und unterschiedlich angeordnet. Sie stellen Eisschollen (engl. floe) dar, auf denen und um die herum Jean-Baptiste André performt. Im Stück geht es um die Auseinandersetzung des Körpers mit dem Raum. Zwischen den unwirtlichen Eisschollen ist ein Mann auf der Suche nach Sicherheit und Halt und muss dafür Gefahren überwinden. Die Blöcke, auf denen performt wird, sind mal steil, mal rutschig: Der Mensch fällt und klettert, hält inne und rutscht ab, fällt erneut und steht auf. Die Erforschung dieser Terra incognita ist dramaturgisch eine Poetik der reinen Aktion, die auch im metaphorischen Sinne zu einer waghalsigen Klettertour wird.