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SAKNES, BORN TO KILL & IN TO SAKNES - , „Wurzeln“ auf Lettisch, entsteht aus dem Bedürfnis heraus, bestimmte Werte wie Identität, Vaterland und Tradition innerhalb einer globalisierten und von massiver Völkerwanderung charakterisierten Welt zu begreifen. Die gebürtige Lettin Santija Bieza begegnet so den Themen des physischen und geistigen Exils, dem Verhältnis zwischen individueller und kollektiver Vergangenheit, dem Zugehörigkeitsempfinden für ein Land mit der Frage: Ist es möglich sich zu entwurzeln und neu zu verwurzeln, ohne die eigene Identität zu schwächen? Santija Bieza was born in Latvia. She studied theater production at the University of Rome 3 (D.A.M.S.) and at the University of Rennes, during which she also worked as a dancer, performer, and actress for various productions. Her work is largely influenced by performance-arts in which various modes of expressions are utilized. She lives and works in Bolzano. BORN TO KILL Nora Pider kommt aus Südtirol, einem Land mit einer langen Jagdtradition. Sie ist einerseits fasziniert von der Jagd, den damit verbundenen Ritualen und der Naturverbundenheit der Jäger, andererseits abgestoßen von der Fähigkeit, Leben auszulöschen. Auch Noras Vater war Jäger. Als er 2014 starb, erbte sie seine drei Gewehre. „Born to kill“ ist eine Annäherung der Künstlerin an die Jagd. Diese wird anhand von Filmaufnahmen dokumentiert. Dort ist festgehalten, wie Jäger schießen und die notwendigen Voraussetzungen für das Jagen erlernen. Zugleich wird dieser Aneignungsprozess in einer Performance wiederholt als Ergebnis sowohl der persönlichen Erfahrungen Nora Piders wie auch als eine vertiefte Studie über das Verhältnis zwischen Waffen und Körper (vor allem dem einer Frau). Es werden zudem sogenannte Ted-talks zitiert, also Vorträge, in denen „Fachleute“ überzeugend ihr Wissen vorstellen. Mit freundlicher Unterstützung Land Tirol, Stadt Innsbruck VonPiderZuHeiss is a group of artists who have been working together since 2009. They regularly join force with different people who share their interest in entertainment culture to create plays for theatre, concert halls and art venues. Their performances involve pastiche and reveal their love for the present. IN TO Elisabeth Ramoser trained at the Academy of Fine Arts of Perugia. She later attended numerous courses and masterclasses including the Dance Works in Berlin, the SEAD in Salzburg and the Young Batsheva Ensemble. Since 2010 she is working as a dancer mostly in Germany and Italy "Ich versuche schneller zu sein als die Schwerkraft, um extrem langsam zu leben, sodass die innere Architektur immer in einer Herzsituation ist und die Emotion physisch sein kann. Ich suche eine weiche Stabilität in einem Moment, der aus dem Gleichgewicht fällt. Ich sehe einen zweiten Weg in einem Raum, wo alles Information ist. Ich suche die reine Schwäche, wo das Atom durch den freien Willen zerfallen kann und ich den Moment von 8 Seiten gleichzeitig sehen kann, um ihn nicht zu verstehen. Und an der Quelle atmet ein Reptil."