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"Der Talisman" eine Posse von Johan Nestroy über Vorurteile und Freundschaft. Autor: Johann Nestroy Regie: Alexander Kratzer Musik: Homies4Life – H4l Dieser wunderbar alte Innenhof der Deutschordens Kommende in Lengmoos am Ritten ist selbst schon die schönste Kulisse. Seit 1973 wird dort stimmungsvolles Sommertheater dargeboten. Ab den 21. Juli ist es wieder so weit. „Der Talisman“ ist eines von Nestroys besten und humorvollsten Stücken, dass die Wahl auf den "Talisman" fiel, liegt auch an der Botschaft des 175 Jahre alten Stücks. Die Aktualität ist auch heute noch erschreckend gegeben. Hier geht es um die Ausgrenzung von Rothaarigen. Die steht stellvertretend für die Ausgrenzung andersartiger. Zum Inhalt: Titus Feuerfuchs, ein rothaariger Geselle, kommt aufs Land, um mit knurrendem Magen sein Berufsglück zu suchen. Doch das Vorurteil wiegt schwerer als das Mitgefühl für einen, der ganz unten ist. Titus' feuerroter Schopf löst bei seinen Mitmenschen Abscheu und Antipathien aus, lediglich die ebenfalls rothaarige und gleichsam ins Außen gedrängte Salome hat einen Laib Brot für den armen Kerl übrig. Wie es das Glück so will, rettet Titus Monsieur Marquis vor einem Unfall und bekommt anstelle ersehnter Almosen in Form von Barem einen Talisman, der sich schon bald als viel wertvoller entpuppt: Marquis schenkt Titus eine seiner rabenschwarzen Perücken und fortan mogelt sich der wortgewandte Titus binnen Rekordzeit nach oben. Von der Gärtnerin zur Kammerfrau, von der Kammerfrau zur Fürstin – eine Frau nach der anderen wickelt der plötzlich allseits Begehrte um den Finger und bekommt als Dank jeweils die Kleidung deren verstorbener Ehemänner. Der Schwindel, klar, fliegt auf, doch am Ende kommt der Vetter vorbei und bereichert Titus um eine beträchtliche Summe. Titus entscheidet sich schließlich, Salome zu heiraten. Ende. In der Inszenierung von Alxander Kratzer wird das ernste Thema kabarettistisch erhöht, und die Nestroy typischen Polit-Couplets werden von der Rittner Hip-Hop-Formation Homies4Life performt. Auf der Freilichtbühne stehen dieses Jahr: Markus Oberrauch (Ritten), Liz Marmsoler (Bozen), Christine Lasta (Bruneck), Alexa Brunner (Deutschnofen), Cornelia Brugger (Bruneck), Markus Soppelsa (Bozen), Magdalena Lun (Ritten), Werner Hohenegger (Ritten), Stefan Drassl (Eppan), Josef Niederstätter (Ritten), Julian Pichler (Ritten), Andreas Niedermair (Ritten), Christiane Haller (Ritten), Willy Lun (Ritten). Regie: Alexander Kratzer Bühnenbild: Zita Pichler, Kostüme: Katia Botegal, Licht: Julian Marmsoler.