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Musikalische Gedenkveranstaltung von Clemens Sienknecht und Barbara Bürk. Ein Gastspiel des Deutschen Schauspielhauses Hamburg Die Nachricht vom Tod des unsterblichen Werner Schlaffhorst kam für viele überraschend, denn die Tatsache, dass er überhaupt lebte, war vielfach unbekannt. Dies liegt auch daran, dass er sich hie und da im Getümmel seiner zahlreichen Talente verzettelte, von denen nicht wenige schon aufgrund ihrer Seltenheit eine Rarität waren. Werner Schlaffhorst erntete Widerspruch, wo er säte. Den Anarchisten missfiel sein Glaube an die Notwendigkeit eines Gesetzes, den Konservativen sein unbekümmertes Zerschlagen aller Werte und den Modernisten sein Festhalten an den Traditionen des Abendlandes. Die Kapitalisten stießen sich an seinem unbedingten Sozialismus und die Sozialisten an seinem Wunsch, möglichst schnell reich zu werden. Er lebte, bastelte und erlosch. Sein Tod war nicht nur ein schwerer Verlust für die Welt, sondern auch ein tragischer Umstand in seiner Biografie, die nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Eine musikalische Gedenkfeier für ein unbekanntes Genie, das seltene Musikinstrumente wie das Schlaffophon oder praktische Nachtbekleidung wie den Schlaffanzug erfand. Regie: Clemens Sienknecht Künstlerische Mitarbeit: Barbara Bürk Bühne: Duri Bischoff Kostüme: Sarah Schittek Dramaturgie: Roland Koberg Es spielen: Holger Bülow, Yorck Dippe, Jennifer Frank, Clemens Sienknecht, Michael Wittenborn