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Ein Gastspiel des Schauspiels Frankfurt Als Oskar Matzerath 1924 geboren wird, ist er geistig bereits voll ausgereift. Die Welt erkennt er als Desaster – und lehnt sie ab. Einzig die von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine akzeptable Perspektive: eine Existenz als Trommler, ein groteskes Künstlerdasein. So beschließt Oskar an seinem dritten Geburtstag, nicht mehr zu wachsen, sondern zu beobachten und zu trommeln. Aus der Froschperspektive schildert er das Aufziehen des faschistischen Denkens und Handelns, berichtet von Ehebruch und Pogromnacht, verknüpft Privates mit Zeitgeschichte. Zugleich als Außenseiter wie Beteiligter ist er Zeuge einer Welt, in welcher ein Zivilisationsbruch wie der Holocaust möglich ist. Nobelpreisträger Günter Grass fühlte sich zeitlebens verantwortlich für das Grauen, das in deutschem Namen begangen wurde. „Die Blechtrommel“ ist sein erfolgreichster Beweis dafür. Regisseur Oliver Reese erzählt die Geschichte des ewigen Trommlers in einer ganz auf die Perspektive der Hauptfigur und auf den Schauspieler Nico Holonics zugeschnittenen Fassung. Regie: Oliver Reese Bühne: Daniel Wollenzin Kostüme: Laura Krack Musik / Sounddesign: Parviz Mir-Ali Sounddesign: Joachim Steffenhagen Dramaturgie: Sibylle Baschung Es spielt: Nico Holonics