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Ein Gastspiel des Schauspiels Leipzig Antigones Brüder haben sich im Machtstreit um Theben gegenseitig getötet. Der neue Machthaber Kreon will nur einem der beiden ein Staatsbegräbnis gönnen: Eteokles. Der zweite Bruder Polyneikes soll als Feind der Stadt in Schande unbeerdigt bleiben. Wer dem zuwider handelt, dem droht die Todesstrafe. Antigone will sich dem nicht beugen. Beide Brüder haben, so ihre Meinung, nach altem Brauch ein Recht auf Bestattung. Auch ihre Schwester Ismene kann sie nicht von dem Versuch abbringen, Polyneikes zu begraben. Antigone wird ertappt und Kreon vorgeführt. Die Auseinandersetzung zwischen den beiden beginnt. Als der Seher Teiresias erscheint, hat Kreon die ganze Stadt gegen sich. Was Teiresias als den Willen der Götter verkündet, wird Realität. In Sophokles’ Stück treten vermeintliches Staatsinteresse gegen moralische Pfl icht, Politik gegen Menschlichkeit, Gesetz gegen Gewissen in den Ring. Regisseur Enrico Lübbe konzentriert sich auf den Konfl ikt zwischen Antigone und Kreon und stellt Sprache und Schauspiel ins Zentrum. In der Neuübertragung von Walter Jens. Neubearbeitung einer Inszenierung der Theater Magdeburg. Regie und Bühne: Enrico Lübbe Es spielen: Kreon: Bernd-Michael Baier Antigone: Annett Sawallisch Ismene: Pina Bergemann Wächter: Tilo Krügel Chorist: Michael Pempelforth Haimon: Felix Axel Preißler Teiresias: Andreas Herrmann Eurydike: Henriette Cejpek