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Gott Jupiter kriegt jede Frau, die er will. Auch wenn er sich bei Alkmene zuvor in deren Gatten Amphitryon verwandeln muss. Als Alkmene dem echten Amphitryon von der vermeintlichen gemeinsamen Nacht erzählt, bricht für diesen eine Welt zusammen. Er sieht sich durch einen Doppelgänger ersetzt, der ihm mehr zu entsprechen scheint als er selbst. Alkmene ist ratlos. Und nicht einmal Jupiter ist zufrieden. Denn wo bleibt der Gott, wenn es die abgöttische Liebe zu ihrem Mann war, die Alkmene in seine Arme getrieben hat? Am schmerzlichsten spürt der Diener Sosias, wer er ist, denn sein Doppelgänger Merkur prügelt ihn aus dem Haus. Wer ist wer? Das können am Schluss nicht einmal mehr die Götter sagen. Regisseurin Karin Henkel treibt das Verwechslungsspiel auf die Spitze, indem sie nicht nur Amphitryon und Sosias, sondern alle Figuren verdoppelt und vervielfacht. Die Inszenierung wurde 2014 zum Berliner Theatertreffen und zum Schweizer Theatertreffen eingeladen und von der Fachzeitschrift „Theater heute“ zur „Inszenierung des Jahres“ gekürt. Ein Gastspiel des Schauspielhauses Zürich Regie: Karin Henkel Musik: Tomek Kolczynski Video: Moritz Hirsch Dramaturgie: Gwendolyne Melchinger Es spielen: Carolin Conrad, Fritz Fenne, Michael Neuenschwander, Lena Schwarz, Marie Rosa Tietjen