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Ein Gastspiel des Maxim Gorki Theaters, Berlin. In Kooperation mit dem Jungen Theater Basel Abends, eine junge Frau allein in ihrer Wohnung. Freundinnen kontaktieren sie per Skype und Chat, Kurznachrichten treffen ein, die Mutter ruft an. Einige Stockwerke tiefer im Keller: ein gefesselter Mann … Sibylle Berg dreht all die Frauenbilder, wie sie Medien und Werbeindustrie produzieren, durch den Fleischwolf. Die vier jungen, wütenden Frauen auf der Bühne rebellieren im Chor gegen die „gut aussehenden Menschen da draußen“ – und üben Rachelust. Der Imperativ eines erfolgreichen Lebensentwurfs, eigene Ängste und Sehnsüchte spiegeln sich in ihren Monologen wider: Sie erzählen von nächtlichen Prügeltouren durch die Stadt, Körperkult und Fitnesswahn, Shoppingexzessen zwischen den BWL-Vorlesungen und dem Vertrieb von Pseudo-Potenzmitteln übers Internet. Es entsteht die beißend-komische Bestandsaufnahme einer jungen Frau, die sich selbst und andere Frauen in ihren Reaktionen auf die Welt hinterfragt. „Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen“ wurde von der Fachzeitschrift „Theater Heute“ zum deutschsprachigen Stück des Jahres 2014 gewählt. Regie: Sebastian Nübling Es spielen: Nora Abdel-Maksoud, Suna Gürler, Rahel Jankowski, Cynthia Micas