Event-Informationen
Ablauf: 19:30 Uhr: „Anima – Animus“ Tanzperformance mit Riccardo Meneghini und Giulia Piana auf dem Kulturhausplatz ANIMA – ANIMUS Choreographie: Riccardo Meneghini Diesem Tanzduett von Riccardo Meneghini und Giulia Piana liegen Animus und Anima zugrunde, zwei Begriffe aus der analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung. Dieser bezeichnet Anima und Animus als Archetypen, im kollektiven Unbewussten angelegte Urbilder. Anima ist dabei für Jung eine innere Einstellung im Unbewussten des Mannes, seine weibliche Seele sozusagen. Das Gegenstück zu Anima ist der Animus, eine Sammlung von männlichen Eigenschaften im Unbewussten der Frau. In der Tanzperformance von Meneghini/Piana treffen beide Archetypen aufeinander: Plötzlich entzünden sich in uns tausend Lichter, alle unsere Wünsche erzeugen eine funkelnde Farbenpracht und weisen uns einen Weg auf unserer Suche nach beständiger Harmonie. Gegensätzliche Energien vereinen und ergänzen sich. Die Darstellung dieses Dualismus‘ von Anima und Animus zeigt sich in der Performance in der Anziehung von Gegensätzen, deren Koexistenz zweifellos schwierig ist, die aber gleichzeitig größtes Glücksgefühl und auch eine innere Unruhe erzeugt. Anschließend Suppenpause in der Theaterbar (Die Gemüsesuppe kocht uns der Gasthof Sonne in Kortsch) Ca. 20:30 Uhr: „Je me souviens“ Solo-Tanzperformance mit Riccardo Meneghini JE ME SOUVIENS – In Erinnerung an Federica Mazzi Choreographie: Riccardo Meneghini Musik: Demetris Zavros Ein Hocker, ein Ort, wo man sich erinnern kann, wo man Gedanken und im Herzen gefangene Erinnerungen freisetzen kann. In „Je me souviens/Ich erinnere mich“ dehnt sich die Zeit aus wie bei einem letzten Lebewohl; die Bewegung entwickelt sich wie Poesie und wird untermalt von einer suggestiven Musik, die der zypriotische Komponist Demetris Zavros eigens für dieses Tanzstück geschaffen hat. “Je me souviens” beschäftigt sich mit Verlust und der Herausforderung, den konstanten Zyklus von Geburt, Leben und Tod zu akzeptieren. Was ist das Leben? Was ist der Tod? Ein Auslöschen, eine Reise ins Nichts oder ein Tor in ein neues Leben, eine Verwandlung und kein Schlusspunkt? Und ist das Leben nur eine flüchtige Schaffensperiode, der Stillstand und Nicht-Sein vorausgehen und folgen? Oder ist das Leben doch ein kontinuierliches Fließen, das sich nach dem Tod fortsetzt? Alles Leben, auch das menschliche, ist einem ständigen Wandel unterworfen, und Meneghini, inspiriert auch von buddhistischen Ideen, zeigt, dass nur wer den Mut findet, innezuhalten, sich hinzusetzen und den Fragen des Lebens Raum zu geben, sein Gleichgewicht, Frieden sowie Zufriedenheit und Tiefe in seinem Leben finden kann. Ca. 21:00 Uhr: PINA D 2011, Wim Wenders, 99 Min. PINA ist ein abendfüllender Tanzfilm mit dem Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch und der mitreißenden, einzigartigen Kunst seiner großen, im Sommer 2009 verstorbenen Choreographin. PINA ist ein Film für Pina Bausch von Wim Wenders. Er lädt die Zuschauer ein auf eine sinnliche, bildgewaltige Entdeckungsreise in eine neue Dimension: mitten hinein auf die Bühne des legendären Ensembles und mit den Tänzern hinaus aus dem Theater in die Stadt und das Umland von Wuppertal – den Ort, der 35 Jahre für Pina Bausch Heimat und Zentrum ihres kreativen Schaffens war.