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Theaterreihe Kunst der Vielfalt 2014-15. Regie: Antonio Viganò Produktion: Junges Schauspielhaus Zurich (CH) Dramaturgie: Petra Fischer Künstlerische Mitarbeit: Enrico Beeler Es sind die kindlichen Gefühle, die in Ritualen wiederbelebt werden, am liebsten vor dem Einschlafen, jedenfalls aber abseits des Blicks der Erwachsenen. Frei in ihrer Fantasie, treiben sie das Märchen auf die Spitze und bauen Analogien und gerade griffbereite Gegenstände ein. Die Motive werden verschärft, die eigenen schwer kontrollierbaren Impulse ironisiert. Es ist, als nähmen sie ein Kartenspiel zur Hand und entnähmen ihm nur jene Karten, die ihnen gefallen. Damit verlieren sie Teile der Geschichte, erfinden damit aber ein viel interessanteres Spiel und laden das Publikum in seiner Dunkelzone ein, das alte „Schneewittchen“ zu zerlegen und ein neues zu konstruieren. Edinburgh Festival: „Eindringlich und leidenschaftlich, voller authentischer Gefühle, berührt dieses körpernahe Theaterstück den Grund und enthüllt das menschliche Herz mittels einer Geschichte, die sich nur scheinbar an Kinder richtet. Seine Kraft bezieht das Stück aus seiner Betrachtung von Eitelkeit, Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit, die mit den Mitteln des Märchens und des Theaters auf überraschende Art und Weise zurückgewiesen werden.“