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JOHANNA WALLROTH Sopran PHILIPP VON STEINAECKER Dirigent originalklang project Originalinstrumente Euregio Kulturzentrum Toblach Leoš Janáček Mládí – Bläsersextett Gustav Mahler Symphonie Nr. 4 G-Dur Wenige Tage nach dem Erscheinen der Neueinspielung der Fünften Symphonie von Gustav Mahler führt die Gustav Mahler Academy ihr international so erfolgreiches originalklang project weiter: Am 4.9.2026 in Bozen und am 5.9.2026 in Toblach spielt das Mahler Academy Orchestra unter der Leitung von Philipp von Steinaecker Mahlers Vierte Symphonie. Das Werk beschreibt eine humoristische Vision des Menschen im Spannungsfeld zwischen irdischem Leben, Sterben und ewigem Leben. Gleichsam mit dem naiven, aber unendlich präzisen Blick eines Kindes zeichnet Mahler sein Weltbild, das er in der Dritten Symphonie in epischer Breite entworfen hatte, noch einmal neu: Für den von Mahler verehrten Dichter Jean Paul entsteht Humor aus dem Gegensatz zwischen dem Erhabenen und dem Alltäglichen. Wir können über die Welt lachen, wenn wir sie aus der Perspektive des Transzendentalen betrachten, weil sie klein, ja nichtig erscheint. Und doch bleibt sie uns liebenswert. Diese abgeklärte Weltsicht erlaubt es Mahler, musikalisch einen Weg zur Überwindung des schopenhauerschen Willens aufzuzeigen, um die Quelle allen menschlichen Unglücks hinter sich zu lassen. Philosophische Abhandlung, Anleitung zum Glück, subtiler Humor, österreichischer Klassizismus, Geniestreich der Orchestrierkunst, formale Revolution, Mysterium und große Schönheit, all das ist Mahlers Vierte! Im Mahler Academy Orchestra spielen die 50 Studenten der Mahler Academy neben 50 Profis aus europäischen Spitzenensembles, wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, der Staatskapelle Dresden, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Concertgebouw Orchester, dem Orchestre de Paris und vielen anderen, auf Wiener Originalinstrumenten aus der Zeit um 1900 und unter Berücksichtigung damaliger Musizierkonventionen. Vor der Symphonie werden Studenten der Mahler Academy Leoš Janáčeks wunderbares Bläsersextett Mládí spielen. Mahler und Janáček waren Zeitgenossen und wuchsen nicht weit entfernt voneinander auf. Es ist eins der großen Versäumnisse der Geschichte, dass sie sich nicht besser kennen und schätzen gelernt haben. Janáček hatte seine Oper Jenůfa an Mahler geschickt, der sie aber auf Tschechisch nicht für die Wiener Hofoper annehmen konnte. Daraufhin gab es keinen weiteren Kontakt. Mládí trägt die Klangwelt Mahlers gleichsam in die nächste Generation und ist für die selben Wiener Blasinstrumente geschrieben, wie Mahlers Vierte. Nach den Konzerten in Südtirol und einer Aufnahme für das Label Alpha Classics wird das Orchester auf Tournee gehen und in Mailand, London, Köln, Amsterdam, Linz, Wien und Hamburg gastieren.