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Rafaelle Rinaudo, Harp „Noch einmal tön', o Harfe, die nur Gefühle tönt!“, beginnt Franz Schuberts Lied-Gedicht „Abschied von der Harfe“. Bei Rafaelle Rinaudo klingt dieses im Jazz selten eingesetzte Instrument, das von Alice Coltrane in den sechziger Jahren zu meditativen Improvisationen genutzt wurde, ganz anders: Virtuos erweitert die an den Konservatorien in Paris und Den Haag ausgebildete Solistin die klanglichen Möglichkeiten ihrer elektroakustischen Harfe. Das Ergebnis ist ein krachender und scheppernder Ton und damit klingt die Musikerin, die sich auf der Bühne von Tonkonserven begleiten lässt und auch schon mal auf zwei Harfen gleichzeitig spielt, fast wie eine „lyrische“ Rockband. Die romantische Aura des Instruments wird kunstvoll „zerlegt“ – zugunsten eines vielschichtigen und faszinierenden Sounds.