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Ziele der Tagung Die Völker und Staaten Europas - wie auch andere Völker und Staaten - sahen sich in den letzten Jahren mit den vielfältigen Problemen konfrontiert, die durch die sich weltweit ausbreitende COVID-19-Pandemie entstanden sind. Im Gegensatz zu anderen Kulturräumen und Zivilisationen sieht sich Europa jedoch plötzlich mit der Notwendigkeit konfrontiert, sowohl seine rechtlichen als auch seine politischen Traditionen zu "überdenken". Bestimmte institutionelle Aspekte und die damit verbundenen historischen Praktiken, die als unumstößlich gefestigt galten, wurden nämlich zwangsläufig überwunden. Die daraus resultierende Orientierungslosigkeit ist allgemeiner Natur. Es ist daher notwendig, "neue Wege" zu suchen, die unerlässlich sind, um die entstandene Situation zu überwinden, die Mentalitäten, Entscheidungs- und Arbeitsprozesse sowie die soziale und wirtschaftliche Situation verändert hat. Die neuen Themen zwangen (und zwingen) mit anderen Worten politische, rechtliche (insbesondere verfassungsrechtliche), soziale und wirtschaftliche Fragen auf, die von den Regierungen und den Regierten zu berücksichtigen sind, und natürlich auch die Überarbeitung der Gesundheits- und Organisationspolitik. Auf der Konferenz sollen vor allem die durch die COVID-19-Pandemie aufgeworfenen Fragen analysiert werden, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Dies wird das Verständnis für die neuen Probleme fördern und nützliche Elemente für die Bewertung und Entscheidungsfindung derjenigen liefern, die zum Regieren und Verwalten berufen sind. Die Ergebnisse, die aus dem Vergleich verschiedener Kompetenzen und interdisziplinären Analysen hervorgegangen sind, werden der wissenschaftlichen und zivilen Gemeinschaft mit der Veröffentlichung des Bandes der Referate angeboten, an dem qualifizierte Wissenschaftler aus verschiedenen europäischen Ländern teilnehmen werden. Wissenschaftliche Beiträge Zu den Beratungen wurden Wissenschaftler von verschiedenen europäischen Universitäten und Institutionen von internationalem Rang eingeladen. Darüber hinaus werden lokale Institutionen (beginnend mit der Freien Universität Bozen/LUB und der Europäischen Akademie/EURAC) einbezogen, sofern sie dies für sinnvoll erachten. Ablauf der Tagung Die Tagung ist in vier Sektionen unterteilt: Soziales, Wirtschaft, Recht und Politik. Für jeden Abschnitt sind Vorträge (20 Minuten), Mitteilungen (10 Minuten) und programmierte Gespräche (5 Minuten) vorgesehen. Am Ende jeder Sitzung findet eine kostenlose Diskussion statt. KONFERENZPROGRAMM Michael RAINER (Univ. Salzburg/Präsident des Institut International d'Etudes Européennes "A. Rosmini") wird den Tagungsband der 60. internationalen Konferenz des Instituts leiten. DONNERSTAG, 6. Oktober 2022, 15.30 Uhr. Giovanni CORDINI (Univ. Pavia/ Direktor des Instituts) Allgemeine Einführung SOZIALER BEREICH Referat4e Cyrille DOUNOT (Universität Clermont-Ferrand) Pandemische Notfälle: Veränderungen in Gesellschaft und Recht Kommunikationen Alessandro VENTURI (Universität von Pavia) Soziale und gesundheitliche Probleme im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie Patrizia MACCHIA (Univ. Turin) Gesundheit als individuelles Recht und kollektives Interesse: Solidarität in Notsituationen Pedro VELEZ (Universität von Lissabon) Das neue Verfassungsrecht nach dem Pandemienotstand: seine theoretische und praktische Entwicklung Geplante Interventionen Jerzy OCHMANN (Krakau) Polen und der pandemische Notfall Diskussion FREITAG, 7. Oktober 2022 9.30 Uhr. WIRTSCHAFTLICHER TEIL Referate Adrien PENERANDA (Université de Toulouse) Neue Fragen des Wirtschaftsrechts und institutionelle Probleme nach der Pandemie Kommunikationen Franco TAMASSIA (Cassino) Öffentliches Recht und Wirtschaft nach dem Coronavirus Damiano FUSCHI (Università Statale di Milano) Eindämmung der Staatsverschuldung: Der Sozialstaat nach der Pandemie Diskussion FREITAG, 7. Oktober 2022, 15.30 Uhr. RECHTSABSCHNITT Referate Mario BERTOLISSI (Univ. Padua) Die Entwicklung des italienischen Konstitutionalismus infolge der Pandemie José Joaquin JEREZ (Staatsrat des Königreichs Spanien - Madrid) Probleme mit der Legitimität der von der Pandemie diktierten Notfallmaßnahmen Kommunikationen Carlos PEREZ DEL VALLE (Univ. San Pablo-CEU- Madrid) Strafrechtliche Profile des pandemischen Notfalls Cuno Jakob TARFUSSER (Staatsanwalt - Bozen/Internationaler Strafgerichtshof) Grundlegende individuelle Rechte in Zeiten des Notstands: offene Fragen Michele SANFILIPPO (Florenz) Familienlexikon: Die Worte des Konstitutionalismus und ihre Veränderung am Ursprung der Krise Geplante Interventionen Rudi DI MARCO (Udine) Pandemie, Notfall, Selbstbestimmung: ein Wendepunkt? Diskussion SAMSTAG, 8. Oktober 2022 9.30 Uhr POLITISCHE ABTEILUNG Referate Giuliana PAROTTO (Università di Trieste) Die Entwicklung der politischen Vertretung aufgrund der Pandemie Kommunikationen Giulio Maria CHIODI (Universität von Insubrien) Neue politische Fragen nach der Pandemie: eine Einführung Miguel AYUSO (Univ. Comillas - Madrid) Konstitutionalismus und Politik in Zeiten des pandemischen Notstands Danilo CASTELLANO (Udine) Exekutive oder Regierung? Ein Problem in Zeiten des Notstands Geplante Interventionen Consuelo MARTINEZ-SICLUNA (Univ. Complutense - Madrid) Recht und Politik in Zeiten des Coronavirus Diskussion Schlussfolgerung und Abschluss der Tagung