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Gott lehrt die Menschen den Tanz, damit sie gemeinsam das Werk der Schöpfung vollenden In vielen Kulturen ist der Tanz ein Geschenk der Götter an die Menschen. In den orientalischen Traditionen werden die Künste als ein Lebensweg gelehrt. Sie sind Weg der Verwandlung. In unserer Kultur werden sie hauptsächlich als Techniken gelehrt. In einigen Kulturen wird der Tanz als Bestandteil des spirituellen Wegs angesehen. Zum Beispiel der Sufismus sieht im Essen, im Tanz und in der Freude – also im Genuss – den Weg zu Gott. In der Torah wird der Tanz als eine Form von Gebet angesehen. Das Wort Tanz ist in vielen Sprachen ähnlich: dance auf englisch, danza auf italienisch, danse auf französisch und so weiter. Die ursprüngliche Sanskrit-Wurzel tan bedeutet Expansion. Es ist als würden wir uns beim Tanz “ausdehnen” und somit in Kontakt mit dem Ganzen treten. Sakraler Tanz ist ein Weg, durch den das Gebet in der Bewegungssprache des Körpers lebendig wird. Durch die Erfahrung der sakralen Dimension der Bewegung öffnen sich die Tanzenden für das Mysterium der Schöpfung und für eine aktive Teilhabe am göttlichen Werk. Diese Teilnahme verwandelt ihn zum bewussten Mitschöpfer am göttlichen Werk. Durch die Vorgabe des Themas und Bewegungselementen der europäischen Tradition, führt der Tanz als gemeinsames Tun aus der Entfremdung, der Aufspaltung von Leib, Seele und Geist. Referentin: Dr.in Roberta Rio - promovierte Historikerin, Tänzerin und Leiterin von Seminaren zu den Themen Sexualität, Sakraler Tanz und Körperlichkeit.