Event-Informationen
Erstmals wird hier in Bozen ein Thema angegangen, das außerhalb der Provinz bzw. auch in anderen Ländern schon Teil der psychiatrischen bzw. sozialpsychiatrischen Versorgung ist. Ausgehend von verschiedenen Formen von Selbst-Hilfe sind Projekte entstanden, die alle dasselbe Ziel verfolgen: Betroffene wie Angehörige wollen ihren Beitrag in der psychiatrischen und sozialpsychiatrischen Versorgung leisten, sich als Experten aus Erfahrung einbringen, weil nur gemeinsam der Weg zu Gesundung, voller gesellschaftlicher Inklusion gelingen kann. Davon werden uns ehemalige Betroffene berichten, die ihren Weg aus der Erkrankung oder einen Umgang damit gefunden haben, der sie das Leben wieder aktiv, selbstbestimmt und sinnerfüllt leben und gestalten lässt. Verschiedene Modelle wie das der „facilitatori sociali“ aus Mailand, der EX-IN-Genesungsbegleiter/innen (Experienced Involvement - Experte aus Erfahrung) aus Deutschland, der Peer-Berater/innen aus Österreich und der Praxis des „fare assieme“ der Trientner UFE (utenti familiari esperti), sollen anregen, damit solche und ähnliche Ideen nach und nach auch in unserem Sozial- und Gesundheitssystem Eingang finden und das professionelle Angebot ergänzen und bereichern. Landesrätin Dr. Martha Stocker wird einige Worte an die Anwesenden richten, bevor ReferentInnen aus Marburg/Hessen, Bregenz, Mailand und Trient von ihren verschiedenen Erfahrungen berichten. In der an die Referate anschließenden Podiumsdiskussion soll es um Zukunftsperspektiven in Südtirol gehen. Es nehmen die Primare der Psychiatrischen Dienste Südtirols (Dr. Roger Pycha, Dr. Josef Schwitzer, Dr. Verena Perwanger und in Vertretung von Primar Prof. Dr. Andreas Conca, Dr. Luigi Basso) teil. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung innerhalb 30.04.2015 beim Verband Angehöriger und Freunde psychisch Kranker per Telefon 0471 260 303 oder e-mail info@selbsthilfe.it nötig. Der Kostenbeitrag für die Teilnahme beträgt 20,00 Euro.