Event-Informationen

Angela Glajcar (Mainz *1970), die zu den international bekannten Vertreter/innen der gewandelten Ausdrucksweisen in der Kunst zählt, hat aufgrund ihrer eigenen, singulären Arbeitspraxis die Aufmerksamkeit von Kritik und Publikum auf sich gezogen. Glajcar’s installativen Papierarbeiten distanzieren sich von der klassischen Definition von Skulptur und stellen aufgrund ihrer innovativen Verwendung des Materials Papier, der raumergreifenden Ausdehnung und daraus resultierenden Ästhetik eine außergewöhnliche Postion dar. Die Ausstellung Inner visions, die am 11. März in Anwesenheit der Künstlerin eröffnet wird, wurde von Angela Glajcar mit einem site specific Projekt für die Galerie Antonella Cattani contemporary art geschaffen. Der Ausstellungstitel verweist auf den Zustrom von Empfindungen, die durch einen besonderen Schaffensprozess erzeugt werden. Die Papiere sind Blatt um Blatt in einem additiven Verfahren mit wenigen Zentimetern Abstand hintereinander gehängt, sodass sie trotz ihrer Flächigkeit eine plastische Wirkung erzeugen. Die Künstlerin greift jeweils im Zentrum jedes einzelnen Blattes ein und kreiert dadurch gerade noch als Formen wahrnehmbare Leerstellen, bis sich im ganzen, rein weissen Volumen der übereinander gelegten Blätter eine immer wieder anders gestaltete Öffnung auftut. Das Zusammenspiel von Zwischenraum und Umfassung durch die seriellen Strukturen wirkt wie ein Generator für ein sensibles Wechselspiel von Licht und Schatten und die Wirkung ist überaus malerisch. Auch die monumentalen Installationen, die die Künstlerin für öffentliche Einrichtungen und Museen geschaffen hat, unter denen sind die letzten - 2021 in Jeonbuk Art Museum, Süd-Korea und – 2019 in Powerlong Museum, Shanghai, sind Ausdruck des gleichen Konzepts, das die Werke der Ausstellung in der Galerie belebt. Neben den Werken von der Terforationserie, die eine offene aber zugleich intime Vision bieten, sind die Paperwalls. Die Papierschichten dieser Arbeiten sind an den Rändern bearbeitetet und jedes Blatt scheint eine Erinnerung zu bewahren. Die Arbeiten nehmen die Konnotationen einer Stratigraphie auf, die die Gestaltung geologischer Epochen zeigt und damit die Geschichte einer Schöpfung offenbart. ANGELA GLAJCAR (1970, Mainz, D) 1991-1998 Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg | 1998 Werkstattpreis der Kunststiftung Erich Hauser | 1999-2000 Astersteinstipendium des Landes Rheinland-Pfalz | 2001-2002 Project scholarship Korrespondenz im Raum, Bayerisches Kulturministerium | 2002 Zonta Art Award, Mainz | 2004 Vordemberge Gildewart Award | 2005 Emy Roeder Award |2006 Phönix Art Award | 2007 - 2008 visiting professor an der Univerität in Giessen und Dortmund | 2010 Public choice Award, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen | 2021 Paper Art Award 2021, Haus des Papiers Berlin AUSSTELLUNGEN in Museen / Institutionen 2021- Jeonbuk Art Museum, Süd-Korea | One if by Land Powerlong Museum Shanghai (CHN) | 2020- Paper Routes, Women to Watch 2020 NMWA National Museum of Women in the Arts, Washington | Geheimnis Papier,Museum Schloss Burgau Düren (DE) | Künstlerinnen in der Bochumer Kunstsammlung Kunstmuseum Bochum (DE) 2019- Cheongju Craft Biennale 2019 South Korea (KOR) | Prospect Sharjah Art Museum, Sharjah (U.A.E.) 2018 - Carte blanche Les3Cha centre d'art Châteaugiron (Fr) | 2017 CODA Paper Art, 2017CODA Museum Apeldoorn (NL) | 2016 Terra Incognita St. Augustin Coburg // Kunstverein Coburg | 2015 Terforation MOCA Jacksonville (USA) | 2014 Impressioni astratte Museion Bozen (IT) AUSSTELLUNGEN in der Galerie Antonella Cattani contemporary art 2022 - Angela Glajcar Inner Visions 2021- The Sensible Practice 2016 - Sensazioni di carta | 2013 - Angela Glajcar Blanco