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Giovanni Castell präsentiert, drei Jahre nach seiner letzten Einzelausstellung in der Galerie, einen neuen Zyklus von Werken in denen es diesmal nicht darum geht, einen real gesehenen dreidimensionalen Raum auf der zweidimensionalen Bildebene wiederzugeben. Der Künstler möchte weiterkommen, eine neue technische wie künstlerische Dimension erreichen. Unter Nutzung der neuesten digitalen Bildbearbeitung verschmelzen photographische und malerische Elemente: Castell mischt Fragmente eigener Photographien und Fundstücke aus dem Internet mit Renderings, also selbst geschaffenen, virtuellen Zeichnungen und Malereien – wobei die Photofragmente immer mehr in den Hintergrund rücken und etwa in der neuen Landschaftsserie vollständig verschwunden sind. Hier ist alles digital entstanden. Castell möchte die Wirklichkeit nicht imitieren oder interpretieren, sondern eine neue Wirklichkeit erschaffen. Der Künstler hat seine Orte und Landschaften gesehen – aber nicht im realen Raum, sondern vor seinem inneren Auge, und er lässt diese, wie ein Maler, Bild werden. Seine Kunstwerke sind keine Photographien, sie sind Malereien. Castell ist ein Entdecker und Visionär in der Nutzung dieser neuen Möglichkeiten. Er erschafft damit heitere und melancholische, überwältigende und berührende Malereien, romantisch verträumte Sehnsuchtsorte, rätselhaft surreale Stadtlandschaften, impressionistisch schöne Natur. Und er gibt eine ganz persönliche Antwort auf die Frage, was Malerei – mehr noch als Photographie – heute bedeuten kann.