Event-Informationen
Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts galt das Ridnauntal als besonders attraktiv, nicht nur wegen des Bergbaus sondern auch dank des stark vergletscherten Talschlusses. Innerhalb weniger Jahre wurden dort vier Schutzhütten gebaut und mehrere Naturwissenschaftler besuchten das Gebiet, um die Eisriesen zu vermessen und sie im Detail zu studieren. Mit der Koordination des italienischen Gletscherkomitees werden seit 1922 die Gletscherstände von Übeltal- und Hangenden Ferner regelmäßig aufgenommen. Im Jahre 1996 haben auch die Massenhaushaltsstudien der Gletscher des Ridnauntals begonnen. Diese Erhebungen und weitere Forschungstätigkeiten im Gebiet laufen heute noch und werden vom Hydrographischen Amt der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol unterstützt. Die Ausstellung stellt nicht nur die im Rahmen der genannten Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse vor, sondern bringt auch die Gesamtproblematik von Klimawandel und Gletscherschwund einem breiten Publikum näher. Während der Eröffnung gibt es zwei Vorträge: Roberto Dinale (Hydrografisches Amt) referiert zum Thema „Die Gletscher des Ridnauntal – gestern, heute morgen“, der Landesgeologe Volkmar Mair zum Thema „Landschaftsentwicklung im oberen Ridnauntal seit der letzten Eiszeit“. Die Ausstellung ist bis Ende September zu sehen.