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Robert Pan verweigert sich seit jeher dem Offensichtlichen und entscheidet sich einmal mehr dafür, über die Vernunft hinauszugehen, die Sicht des Alltäglichen zu komplizieren und uns über das Bestehende hinauszuführen. Wir sind im Eden der Vorstellung, an den Antipoden der objektiven Betrachtung, wo man das Sichtbare und Unsichtbare erfassen kann, die körperhafte physische Entität und die immaterielle Idee, den unbestimmten Gesichtspunkt und ebenso jenen des unmerklichen Details, das metamorphische Fließen der Farbe und das unveränderliche Erstarren des Harzes. Robert Pan ist sowohl geistig als auch in der Dynamik ein Alchimist und hebt in dieser neuen Werkreihe die einschränkende Unterscheidung zwischen „Welt der Ideen und Welt der sinnlich wahrnehmbaren Wirklichkeit“ auf. Er nimmt die Fähigkeiten eines Weltschöpfers an, der die Materie gestaltet, und es gelingt ihm, sie zu verändern, zu ordnen und somit auf ewig zu beleben. Eingetaucht in den Raum eines unbestimmten und unendlichen Ortes wie den Garten Eden, begibt sich Pan auf die Suche nach dem kreativen Akt, und indem er uns zunächst in die Materie hinein führt, mitten in ihre Verknüpfungen, und sodann empor zu einem erhöhten Standpunkt, erlaubt er es uns, von einer statischen und vorgefertigten Sehweise abzurücken. Der Horizont weitet sich und wir tauchen ein in ferne Welten, versunkene und aufgetauchte Ebenen, die aufeinander treffen und sich wieder voneinander entfernen, in einem ununterbrochenen Sich-Ausdehnen und Sich-Zurückziehen; ein Gewimmel von Landschaften in einer Vielzahl von Farben, in ständigem Werden, von denen unsere Augen so sehr angezogen und betört werden, dass sie auf eine bildhafte und ekstatische Reise gehen, bis sie im Reich des Unbewussten landen. Alberto Mattia Martini