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Mit *CUT* zeigt Hubert Kostner eine Serie neuer Arbeiten, in der er sich mit dem Handwerk auseinandersetzt, das er ursprünglich gelernt hat: der Holzschnitzerei. Eine Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft also, zumal er damit auch eine familiäre Tradition fortsetzt. Kostner hat sich bestehende Figuren vorgenommen, traditionelle Holzschnitzereien aus dem Grödnertal, und testet an ihnen verschiedenste Methoden der Bearbeitung aus: Er zerschneidet, setzt neu und verändert zusammen, fügt Farbe hinzu, nimmt Elemente weg, seziert bis in dünnste Scheiben, verklebt, addiert, zersägt, ummantelt, kombiniert. Ein Spiel mit den Möglichkeiten des Materials, wobei die Skulpturen auch wie Skizzen gelesen werden können, als Experimente für eine mögliche Vertiefung in späteren Stufen. Seit mittlerweile hundert Jahren werden in der Kunst gezielt bestehende Objekte aufgenommen und verfremdet, künstlerische wie auch industriell gefertigte Produkte. Bei Hubert Kostner steht in dieser Auseinandersetzung jedoch in erster Linie der spielerische Moment im Vordergrund. Lustvoll setzt er seine einstige Tätigkeit fort und verleiht bestehenden Figuren ein neues Leben. *CUT* ist somit auch ein eigenwilliger Beitrag zur allgegenwärtigen Idee der Wiederaneignung: Aus Souvenirs, seriellen Verkaufsprodukten für den Fremdenverkehr der Alpenregion, entstehen überraschende und unverwechselbare Einzelobjekte.