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Chus Martínez, Der verliebte Oktopus Kunst dient der sinnlichen, nicht der sprachlichen Erfahrung der Welt. Der Oktopus ist das einzige Lebewesen, bei dem Dreiviertel des Hirns sich in seinen Armen befindet. Er hat kein zentrales Nervensystem, sondern jedes seiner Beine denkt und fühlt auf autonome Weise und ist doch zugleich Teil desselben Tiers. Kunst ist unsere Möglichkeit, sich ein dezentralisiertes Wahrnehmungssystem vorzustellen. Kunst ist sozusagen ein verliebter Oktopus. Chus Martínez spricht über die Veränderungen in unserer Wahrnehmung des Sozialen und des Institutionellen, welche die Kunst hervorbringen kann. Und über die Hoffnung, die wir alle in die Möglichkeit erfinderischen Denkens setzen. Die Spanierin Chus Martínez ist Kuratorin und Leiterin der Kunstfakultät an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel.