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Ein Sachbuchsalon Foto © Thorsten Wulff Die große Literaturkritikerin würdigt Rilke: Iris Radisch präsentiert ihr Buch „Du musst das Leben nicht verstehen“ im Sachbuchsalon. Als Literaturkritikerin der „Zeit“, als einstiges Mitglied des legendären „Literarischen Quartetts“ mit Marcel Reich-Ranicki oder als ehemalige Jurorin des Ingeborg-Bachmann-Preises steckt Iris Radisch das Publikum schon lange erfolgreich mit ihrer großen Begeisterung für die Literatur an. Nun widmet sie Rainer Maria Rilke ein Buch. Als er vor 100 Jahren starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von keiner Ideologie ließ er sich vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl deshalb vereinte er so viele scheinbare Widersprüche und Aufbrüche seiner Zeit in sich. Iris Radisch folgt Rilke auf seiner Suche und dabei, wie er seine Erfahrungen in zeitlos schöne Dichtung verwandelt. Es diskutiert und liest: Iris Radisch Moderation: Nina Schröder Zeit: Sonntag, 15. November 2026, 15 Uhr Ort: Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1 Eintritt frei Das Buch zur Veranstaltung: Iris Radisch. Du musst das Leben nicht verstehen. Rilkes Tage und Träume (Rowohlt Verlag, 2026) Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut im Rahmen des Literaturfests im Waltherhaus