Event-Informationen
Vorstellung des Buches „Progettare la lentezza – Linee antifragili per rigenerare l'Italia a piedi e in bici” (Langsamkeit gestalten – Antifragile Leitlinien zur Regeneration Italiens zu Fuß und mit dem Fahrrad) von Paolo Pileri, ordentlicher Professor für Umweltplanung am Politecnico Milano. Maximale Teilnehmerzahl: 30 Zusammenfassung Der erste Lockdown, der uns aufgrund der Pandemie auferlegt wurde, hat die Geschwindigkeit wie durch Zauberei verschwinden lassen. Wir hätten nie gedacht, dass wir jemals wieder klares Wasser in den am stärksten verschmutzten Flüssen sehen würden. Die Städte, befreit von Autos, erwiesen sich in ihrer Nacktheit schöner als in der Schizophrenie, mit der wir sie bekleidet hatten. Die sehnsüchtige Nostalgie nach Orten der Langsamkeit, vom Stadtpark bis zur langen Radtour, gibt uns den Anstoß zu sagen, dass Langsamkeit ein Recht für alle und auch ein Gemeingut ist. Sie ganz unten auf der Agenda der öffentlichen Politik zu halten und aus dem kollektiven Bewusstsein zu verbannen, sind schwerwiegende Fehler unseres Stadt- und Raumplanungsprojekts. Das bedeutet nicht, dass wir aufhören sollen, Geschwindigkeit zu „machen”, sondern nur, dass wir aufhören sollen, sie als einzige Option zu betrachten. Um der Langsamkeit Raum zu geben, kann man sich nicht auf den Zufall verlassen, sondern muss sie wollen, planen und einfordern. Langsamkeit ist ein Projekt für das Territorium: eine große Chance für ein Land, das entdecken kann, dass man gerade durch Verlangsamung wächst.