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Führung, Vortrag, Umtrunk. Mit SILKE GEPEST. Anlässlich des 70. Geburtstages von Frida Parmeggiani haben Kunst Meran und die Universität Mozarteum Salzburg gemeinsam mit der Künstlerin 13 neue Kreationen realisiert. Nach ihrer 20-jähriger Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Regisseur und Theatermagier Robert Wilson hat sich Parmeggiani, die 30 Jahre lang als berühmteste Kostümbildnerin Europas bezeichnet worden ist, mit diesen Kostümen noch einmal einem großen Publikum gezeigt. Frei von Dramaturgie, Regie und Darstellern sind erstmals Kreationen entstanden, die das Kostüm hinter sich lassen und als textile Skulpturen Eigenständigkeit haben. Zum Abschluss der Meraner Präsentation macht die Projektleiterin Ursula Schnitzer um 18 Uhr eine letzte Führung durch die Schau. Im Zentrum ihrer Ausführungen stehen der lange Entwicklungsprozess und textile Details sowie Ausführungen zur Inszenierung und Beleuchtung. Um 19 Uhr hält die Kostümhistorikerin Silke Geppert einen Vortrag mit dem Titel „Schleppenkleid und Askese – Die Mode und das Bühnenkostüm“. Im Vortrag untersucht Geppert die stilistische Nähe Parmeggianis zu puristischen Modeschöpfern wie Cristobal Balenciaga oder Jil Sander. Den Unterschied zwischen Mode und Kostüm sowie Ursprung und Wirkung des Schleppenkleids. Darüber hinaus wirft Geppert einen Blick auf die Überformung der Silhouette und die asketische Strenge der Entwürfe Parmeggianis. Ab 20 Uhr lädt Kunst Meran zu einem kleinen Umtrunk ein und der Abend wird gemeinsam mit Frida Parmeggiani ausklingen. Zur Ausstellung ist im Schlebrügge Verlag ein Katalog erschienen. Dort ist auch ein Beitrag von Silke Geppert zum Thema Kostüm und Mode publiziert.