Event-Informationen
"Ich betrachte nicht die einzelnen Dinge für sich selbst, sondern die Beziehungen zwischen den Dingen." Julia Bornefeld Paradigma entsteht als grundsätzliches Verfahren, nach dem die komplexe Welt der zwischenmenschlichen Beziehungen erforscht und dargestellt werden kann. Denn Julia Bornefeld interessiert sich für die ständig wechselnden, von historischen und wirtschaftlichen Veränderungen und technologischen Umwälzungen beeinflussten Beziehungsdynamiken, die zum Ausgangspunkt und Beweggrund ihrer Recherche werden. Deren Ergebnisse sind in der Ausstellung zu sehen, die am 24. September um 18.30 Uhr in der Galerie Antonella Cattani contemporary art eröffnet wird. Die achtzehn bisher nicht gezeigten Werke präsentieren sich als offene, wandelbare Systeme und bezeichnen einen neuen Weg, den die deutsche Künstlerin mit dieser Ausstellung einschlägt. Neben den mit Tusche bemalten Leinwänden begegnen wir dünnen, aber soliden Eisenskulpturen, die mit unzähligen Streifen und Bändern aus Gummi bezogen sind. Seit jeher kreiert Bornefeld betont taktile Werke, durch die sie wie auch in diesem Fall, die Faszination bescheidener Materialien hervorhebt, in denen die Erinnerung an gelebtes Leben aufbewahrt wird. So fällt die Wahl auf ein flexibles Material, das aus Gummireifen und Luftschläuchen gewonnen wird und alle Spannungen und Verflechtungen in einem unnachahmlichen Pattern ausdrucksvoll wiedergeben kann. Biographie Ist 1963 in Kiel (D) geboren. Sie lebt und arbeitet in Bruneck/I und Berlin /D. Unter ihren jüngeren Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen sind zu erwähnen: 2014 Sublime, Kunstraum Bernsteiner, Wien (A) 2013 Intervall, Antonella Cattani contemporary art, Bolzano/Bozen 2011 Vanity and high Fidelity, Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck (A) 2010 Der goldene Schuss, Antonella Cattani contemporary art, Bolzano/Bozen 2009 New Entries, Museion-Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Bolzano/Bozen Steellife, Triennale di Milano, Mailand