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THEMA 2015: DIE KUNST DER BALANCE Zwei Waagschalen in Ruhe auf selber Höhe haltend – dieses Bild suggeriert uns das Wort „Balance“. Wir wissen um die Zerbrechlichkeit dieses Zustandes, der oft nicht mehr ist als eine kurze Momentaufnahme zwischen der Lebendigkeit der nach oben und unten schwingenden Waagschalen. Denn jedes noch so kleine Gewicht, jeder sanfte Impuls stört das sensible Gleichgewicht der Schalen. Der Ausgleich bedarf dann des präzisen intentionierten Prozesses des Austarierens. Noch komplexer ist die Kunst der Balance im Seiltanz vergegenwärtigt, denn in diesem gilt es nicht nur sich zwischen rechts und links gut und ständig auszubalancieren, sondern dabei noch zusätzlich einen Weg zurückzulegen. Schon Zarathustra sprach vom gefährlichen Hinüber über das Seil, als ein gefährliches Auf-dem-Wege sein, indem sowohl ein zu langes Zurückblicken, als auch ein Zaudern und Stehenbleiben fatal sein können. Als Forscher für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensweisen kann uns die Beschäftigung mit der Kunst der Balance viele Erkenntnisse eröffnen, als Basis richtiger Schritte und Prozesse im Seiltanz zwischen Untergang und Übergang zu neuen Ufern.