Event-Informationen

Das Kunstforum Unterland zeigt die Ausstellung raumkunstraum / arte e spazio, kuratiert von Kathrin Schiefer und Thomas Tschöll. Einführung: Walter Angonese Künstler/in anwesend Die Ausstellung raumkunstraum / arte e spazio setzt sich mit jenem Grenzbereich von Kunst auseinander, welcher im Spannungsfeld zwischen Architekturproduktion und Kunstschaffen liegt und unter dem Begriff Kunst am Bau zusammengefasst werden kann. In diesem Spannungsfeld ist der Raum, in dem ein Kunstwerk ausgestellt und präsentiert wird, nicht mehr nur physische Hülle, sondern Kunstwerk und Raum stehen in einer engen symbiotischen Beziehung zueinander, fliesen ineinander über. Seit den frühen 90er Jahren wurden auch im Raum Überetsch-Unterland sowohl von öffentlichen Körperschaften als auch von Privatpersonen zahlreiche Arbeiten in Auftrag gegeben, welche allesamt unter der Kategorie Kunst am Bau firmieren. So konnten zahlreiche lokale aber auch ausländische Künstler ihr Schaffen und ihren Zugang zur Kunst einem breiten Publikum zugänglich machen. Die Palette der dabei entstandenen Arbeiten ist vielfältig und reicht von großformatigen Oberflächengestaltungen, Wandmalereien, Tapezierungen, Farb- und Materialkonzepten bis hin zu installativen Arbeiten und objekbezogenen, räumlichen Interventionen. So konträr die einzelnen Werke und Orte, an denen die Arbeiten installiert wurden, auch sind, so ist allen dennoch gemein, dass sie auf konkrete räumliche Anforderungen oder Bedürfnisse reagieren und damit zu einem integralem Bestandteil eines architektonischen Großen und Ganzen werden. Zahlreiche Werke belegen auch, dass Kunst am Bau-Arbeiten sowohl einen zweckentbundenen Mehrwert der jeweiligen Architektur darstellen, als auch – im wahrsten Sinne des Wortes – zu Gebrauchskunst selbst werden können. Die Ausstellung raumkunstraum / arte e spazio versucht deshalb, das beschrieben Verhältnis zwischen Kunstwerk und Raum ins Licht des Lokalen zu rücken und diese Thematik anhand ausgewählter Beispiele aus der Architektur- und Kunstproduktion des Südtiroler Unterlandes und des Überetsches auf den unmittelbaren Kontext umzulegen. Die ausgestellten Arbeiten diverser Künstler sollen den Publikum einen repräsentativen Einblick in die Thematik Kunst am Bau geben, wobei es nicht ausschließlich darum gehen soll, das finale Kunstwerk allein zu präsentieren, sondern auch – und allen voran – den Entstehungsprozess von der ersten Idee hin zum fertigen Kunstwerk in den Fokus zu stellen. In der Ausstellung werden Arbeiten nachfolgender Künstler vertreten sein: Mario Airò, Lies Bielowski, Gotthard Bonell, Robert Bosisio, Christian Kaufmann, Margit Klammer, Annemarie Laner, Manfred Alois Mayr, Philipp Messner, Josef Rainer, Christian Reisigl, Robert Scherer, Erik Steinbrecher, Andrea Varesco und Lois Weinberger.