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Pierre Boulez, einer der großen Komponisten und Dirigenten des 20. und 21. Jahrhunderts, wird am 26. März 90 Jahre alt. Ihm widmen wir diesen Abend mit seinem richtungsweisenden Werk „Le Marteau sans maître“, dem drei surrealistische Gedichte René Chars zugrunde liegen: „Das rasende Handwerk“, „Schönes Gebäude und die Vorahnungen“ sowie „Henker der Einsamkeit“. Was Boulez in den Gedichten Chars fand, war vorerst, seine Dichte. Es war wie die Entdeckung eines geformten Feuersteins... Eine Art von in sich ruhender Gewalt, keine Gewalt, die nach außen wirkt, aber eine innere Gewalt, geballt und knapp in ihrem Ausdruck. Dieser Eindruck findet sich in seinem „Le Marteau sans maître“ wieder. Die dem Werk eigene Magie entsteht unter anderem durch die besonderen Klangfarben. Eine Bereicherung des europäischen Klangvokabulars durch Horchen auf Außereuropäisches. (Boulez)   Als Kontext: Gérard Grisey Prologue (1976 Viola), Olivier Messiaen Le Loriot (1956) und seine einflußreiche 2. Etude der Quatre Etudes de Rythme (1949/50), und BOULEZ Douze Notations (1945), gespielt von Michael Schöch als Gast.