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Stefan Alber beschäftigt sich mit der Vielschichtigkeit der Beziehungen und Grenzen von Fotografie, Malerei und Skulptur. In seinen Fotoarbeiten, Objekten und Installationen hinterfragt er klassische Sehgewohnheiten und legt seinen Fokus zugleich auf die Fläche und den Raum. Ausgehend von der Fotografie entstehen Arbeiten, die Prozesse und spezifische Fragestellungen der Bildproduktion thematisieren und analysieren. Alber untersucht die Wirkungskraft der Oberfläche, bearbeitet sie und kombiniert sie mit Modulen aus Alltagsobjekten. Viele seiner Arbeiten lehnen sich an Vorbilder an und zitieren kunstgeschichtliche Ereignisse. Bei Anderen spielt die ortspezifische Recherche eine herausgehobene Rolle. Die im Kunstraum Innichen zu sehende Serie „Fotofaltungen“ sind analoge Schwarz-Weiß-Fotoobjekte, in denen sich der Abbildungsgegenstand und der Bildträger vereinen. Das in der Dunkelkammer geknickte, zerschnittene und geformte, aber noch unbelichtete Fotopapier, wird fotografiert und mit seinem eigenen Abbild belichtet. Durch die Entwicklung wird das Abbildungsobjekt vernichtet und als Bild sichtbar. In diesen analytischen Fotografien vollzieht sich der Wandel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität.