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Anush Hamzehian & Vittorio Mortaretti  Kuratiert von: Stefano Riba Der Titel der Arbeit, Eden, klingt nach dem Garten, aus dem der Mensch verjagt wurde. Nach dem verlorenen Paradies, vor dem John Miltons Erzengel flieht und verkündet: „Besser in der Hölle herrschen, als im Himmel dienen“. Das Eden, von dem Anush und Vittorio erzählen, nennt sich Agarak und ähnelt mehr der Miltonschen Hölle als dem biblischen Paradies.? Für ihre Werkreihe Eden, bestehend aus 10 großformatigen Fotografien, einem Video und einer 3Kanal-Videoinstallation, wählten Anush und Vittorio diesen Ort nicht zufällig. Anush ist der Sohn eines iranischen Auswanderers und wurde 1979, im Jahr der Islamischen Revolution auf der letzten Reise seiner Eltern in den Iran in Tabriz geboren. Im März 2014 beschlossen Anush und Vittorio gemeinsam, sich so nah wie möglich diesem seinem Herkunftsland zu nähern, in das er bis heute wegen der politischen Aktivitäten seines Vaters nicht einreisen durfte. Einen Monat lang verbrachten sie an der armenisch-iranischen Grenze und sahen von hier aus beide zum ersten Mal den Iran, seine Berge, den Fluss Aras und eine Straße, auf der man nach wenigen Kilometern kurviger Fahrt nach Tabriz gelangt. Entstanden ist eine Arbeit, die ausgehend von autobiografischen Umständen zu einer universellen Reflexion über Grenzen und deren Verteidigung, über Heimatgefühl und Reisefreiheit bzw. der Beschränkung von Freiheit geraten ist.