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Einführung: Luigi Scolari Emil Wörndle studierte Architektur in Wien und Innsbruck und war über 20 Jahre als Projekt- und Bauleiter in der öffentlichen Verwaltung tätig. Seit den späten 1990er Jahren widmet er sich als Autodidakt der Kunst. Inspiration findet er oft in alten Gebäuden, an denen der Lauf der Zeit in mehreren Farb- und Materialschichten sichtbar wird. Als Quereinsteiger bringt er einen unvoreingenommenen Blick auf Material und Technik mit. Zunächst arbeitete er mit selbst hergestellten Farben aus Gips und Pigmenten auf Spanplatten. Im Laufe der Zeit entwickelte er weitere Techniken mit natürlichen Bindemitteln wie Kalk oder Kleister und nutzt neben Span- oder Sperrplatten auch Papier und Karton als Trägermaterial. Emil Wörndle arbeitet schichtweise mit unterschiedlichen Farben: Er trägt sie auf, bearbeitet, ergänzt oder trägt sie wieder ab – bis ein stimmiges Ergebnis und die gewünschte Wirkung entstehen. Wiederkehrendes Merkmal seiner Werke sind monochrome Flächen. Das Auftragen der Schichten erfordert lange Trocknungszeiten, weshalb er oft parallel an mehreren Entwürfen arbeitet. Sein Zugang ist bedächtig und meditativ; es kann Monate dauern, bis er an einem Werk weiter arbeitet oder es als abgeschlossen betrachtet.