Event-Informationen
Nach zahlreichen Gruppenausstellungen in Italien und weltweit stellt Akimenko ihre Collagen nun erstmals in Südtirol in einer Solo-Ausstellung aus. Ihre Arbeiten, die die Ästhetik sowjetischer Plakate aufgreifen, bestehen aus „überfüllten” Kompositionen sowie minimalistischen Darstellungen von Einzelpersonen. Außerdem webt die Künstlerin Texte ein, die zu zentralen „Figuren“ ihrer Kunstwerke werden. Ihre Collagen verwandeln sich dadurch in kryptische, mehrsprachige Gedichte, die die Betrachtenden selbst interpretieren müssen. Die Collage ist ein Raum, in dem man seine Schmerzen vergessen kann. Im Schaffensprozess gewinnt man für einen kurzen Moment eine Superkraft. Trotz der absoluten Abwesenheit von Ganzheit und Logik in der Welt ist man plötzlich in der Lage, die seltsamsten, unwahrscheinlichsten, unbedeutendsten Fragmente zusammenzufügen und ein neues Ganzes zu schaffen. Durch einfache Handbewegungen. Als würde man in eine unendliche Quelle der Sorgfalt, der Neugierde oder des Chaos eintauchen. Die Collage ist eine Welt des Widerstands. Daria Akimenko wurde 1987 in der Sowjetunion geboren, wuchs in Russland auf, lebte eine Zeit lang in Finnisch-Lappland und ist heute in Bozen ansässig. Sie ist Forscherin, Künstlerin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Ihre Forschungs- und Kunstinteressen liegen in den Bereichen der sozial engagierten und erzählerischen Kunst, Orten und Ortlosigkeit, Migrationsprozessen und -erfahrungen, sogenannten Communities of Practice sowie individueller und kollektiver Identitätsarbeit. Daria hat einen MA in Spatial Design von der Ural State Academy of Architecture and Art in Jekaterinburg, Russland. Im November 2018 verteidigte sie ihren Doktortitel an der Universität von Lappland, Finnland. Akimenko hat Ausstellungen und Festivals kuratiert, europäische Kooperationsprojekte geleitet und arbeitet seit einigen Jahren im Bereich der Kreativwirtschaft, mit dem Fokus den Wert von kreativer und kultureller Arbeit aufzuzeigen.