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CHRISTIAN MURILLO // CASCADE MOUNTAINS: AMERICAS RANGE OF FIRE AND ICE Das Kaskadengebirge erstreckt sich über mehr als 1.000 Kilometer von Nordkalifornien bis British Columbia und bildet eine der eindrucksvollsten Gebirgsketten der Welt. Über 400 Millionen Jahre gewaltigen geologischen Aufruhrs schufen diese zerklüftete und vielfältige Landschaft. Neben schroffen Granitgipfeln, die sich bereits vor mehreren hundert Millionen Jahren bildeten, ragen Vulkane in die Höhe, manche von ihnen gerade einmal 50.000 Jahre alt. Zusammen bilden sie die Kaskadenkette. Während der letzten Eiszeit bildeten sich Gletscher in den Bergen und bedeckten einen Großteil der Region mit Eisfeldern. Heute befinden sich über 70 Prozent der übrig gebliebenen Gletscher des zusammenhängenden US-amerikanischen Festlands im Kaskadengebirge. Erst seit Kurzem werden sie näher untersucht. Diese Gletscher geben uns genauere Auskunft über die Vergangenheit und Zukunft dieser Gebirgskette. Doch das Eis in den Kaskaden schmilzt zusehends. Schätzungsweise bis zu 90 Prozent der in dieser Region bestehenden Gletscher werden bis zur Jahrhundertwende verschwunden sein. Nun befindet sich die Wissenschaft in einem Wettlauf mit der Zeit, um die Rolle der Kaskadengletscher im Gefüge der regionalen Ökosysteme zu verstehen, bevor das Eis für immer verloren geht. Um die Geschichte dieser außergewöhnlichen Gebirgskette zu erzählen, tauchte der aus Bend, Oregon, stammende Fotograf Christian Murillo in diese ungestüme Landschaft ein. Als erfahrener Backpacker, Kletterer und Alpinist zeigt Murillo die ausdrucksstärksten Aussichtspunkte der Region. Sein Objektiv offenbart facettenreiche Landschaften, die nur die wenigsten Menschen je selbst zu Gesicht bekommen, geschweige denn vor die Linse. Ziel dieses Projekts ist das künstlerische Porträtieren von Bergen und atemberaubenden Landschaften, um so eine Beziehung herzustellen zwischen dem Ausstellungspublikum und der Kaskadenkette. Die Urgewalt und das unerbittliche Wesen dieser Gipfel sind unverkennbar – ebenso wie ihre dennoch zerbrechliche Natur, sind sie doch dem Vulkanismus und der schnell voranschreitenden Klimakatastrophe gnadenlos ausgesetzt. Dieses Paradoxon bildet das zentrale Thema dieser fotografischen Sammlung. Hoffentlich fühlen sich Betrachterinnen und Betrachter hingezogen zu diesen alten Erzählungen von Feuer und Eis, bestaunen die Erhabenheit dieser Berge und begreifen ihr ungewisses Schicksal.