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In den Arbeiten hat sie sich intensiv mit der Magie der Musik und mit Mahler im Spezifischen auseinandergesetzt. Die Kunstwerke zeigen auf eindringliche Art, dass die Künstlerin einen besonderen Zugang zur Musik hat, denn ihre familiären Wurzeln sind von Musik geprägt und durchdrungen, war ihre Mutter ja Cellistin, ihr Großvater Rudolf Graf (1906-1986) Musiklehrer in Eisenstadt, gab Ende der 30er Jahre Konzerte in Deutschland, machte als Komponist auf sich aufmerksam und kam nach dem Krieg nach Innsbruck, wo er für Jahrzehnte als Dirigent am Landestheater tätig war. Musik bestimmte also das Leben von Julia von klein auf und wurde schließlich zur Obsession, von der sie sich nur im Kunstschaffen befreien konnte. In zahllosen Arbeiten hat sie sich mit Verve mit der Thematik auseinandergesetzt und immer wieder ein kreatives Ventil gefunden, sich dem Diktat des Metronoms zu entziehen. Ein zum Teil schmerzlicher Prozess, der schließlich in der physischen Zerstörung des Klaviers als Chiffre für diese Obsession endete. Auslöschung durch das Feuer, zu Asche verbrannt, dem Tode anheimgegeben, weil der Raum zum Atmen fehlt, die Grenzen für ein freies, selbst bestimmtes Leben zu eng gesetzt sind. Der kreative Prozess - ein Ausloten der Abgründe!