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OVERFLOW | Karin Schmuck Im fotografischen Werk von Karin Schmuck geht es um menschliches Mühen und Scheitern, um die Widersprüchlichkeit menschlicher Regungen und die Ambivalenz von Gefühlen und Beziehungen, auch zu und mit sich selbst. Es handelt sich um inszenierte Fotografie, die in ihrer Farbwahl an die mittelalterliche Tafelmalerei, insbesondere die flämische Malerei, erinnert. Durch ein gekonntes Spiel mit Symbolik und Umkehrungen der klassischen Kompositionen schafft es die Künstlerin, diesen Bildern eine Kraft aber auch eine ungewohnte Aura zu verleihen, die die Betrachter berühren und zu einem bewussteren Sehen auffordern. Stillleben, die erst auf den zweiten Blick einen entscheidenden Moment offenbaren, wechseln sich ab mit Bildern, die Anschnitte von männlichen und weiblichen Figuren zeigen, die im Begriff sind eine, oftmals absurde, Handlung zu vollziehen. Wie innere Landschaften oder Traumbilder scheinen Hände, Früchte und Objekte aus einem Dunkel hervorzutreten und evozieren Assoziationen, verneinen sie, spinnen sie weiter. Der performative Aspekt zieht sich seit Jahren durch die Arbeit von Karin Schmuck, eine Praxis, die auch auf Ihre Erfahrung als Mitglied einer Tanztheater Kompanie zurückgeht, wobei in diesem Falle die Akteure ausschließlich für die Kamera performieren. Diese Bilder fügen sich in einen Arbeitszyklus ein, der sich mit dem künstlerischen Portrait beschäftigt, ein Thema, das von der Künstlerin seit Jahren vertieft wird. Diese Ausstellung ist Teil der Ausstellungsserie „Einsamkeit und Zorn - Wege zum Museum 2019“ des Stadtmuseums Bruneck | Museumsverein Bruneck. Weitere Informationen unter www.stadtmuseum-bruneck.it Biografie Karin Schmuck, *1981, Bozen, Studium der Malerei in Urbino und der Fotografie in Bologna, Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. Trägerin des Combat Prize 2017 und des Premio Carlo Gajani 2018 mit dem Projekt The Pillars of Herkules an der Meerenge von Gibraltar, an dem sie im Moment arbeitet. Lebt und arbeitet in Kastelruth /BZ und Bologna. kschmuckster@gmail.com karinschmuck.com Weitere Termine der Ausstellungsserie: 17.4. - 12.5.2019 Ausstellung EINSAMKEIT UND ZORN, Stadtmuseum Bruneck Eröffnung: 16.4.2019 KünstlerInnen: Leonard Alberti, Oswald Auer, Jaša, Matthias Lautner, Kuno May, Helmut Ortner, Ali Paloma, Adam Pescoller, Carlo Speranza, Tobias Tavella, Maximilian Weber, Andreas Zingerle 18.5.2019 Kunstprojekt „cad_ein (S)chnitt“, ehemalige Finanzkaserne St. Peter/Ahrntal Mit Alois Steger, Paul Feichter und Josef Oberhollenzer 15.5. – 6.7.2019 Ausstellung EINSAMKEIT UND ZORN, Galerie 90, Mühlbach Eröffnung: 14.6.2019 Künstlerinnen: Celestina Avanzini, Gudrun Petrik, Romina Zanon