Event-Informationen
Das Architekturkollektiv Parasite 2.0 führt im Rahmen der Einzelausstellung an der ar/ge kunst seine Auseinandersetzung mit dem Begriff “menschliches Habitat” fort. In Zusammenarbeit mit der Studio Exhibit der Fakultät für Kunst und Design der Freien Universität Bozen und unter Einbindung der Öffentlichkeit entsteht ein experimentelles Ausstellungsprojekt, das Ausdrucksformen aus Architektur, Kunst und Pädagogik zusammenführt. Um das heutzutage in Krise und stetiger Wandlung befindliche Konzept von Gemeinschaft zu reflektieren, gehen Parasite 2.0 von der allgemeinen Ansicht aus, das “Internet” sei die “zeitgenössische Landschaft” schlechthin, sprich ein extremer Lebensraum, zu dessen Verständnis und zur Einflussnahme auf die eigenen Bedürfnisse man persönliche “Tools” entwickeln müsse. Um in diesem Sinne die Beziehungen zwischen Technologie, Lebensraum und Gemeinschaft zu analysieren, betrachten die Mitglieder des Kollektivs die vom anarchischen Philosophen Hakim Bey entwickelte Definition T.A.Z. (Temporous Autonomous Zone) und den Einfluss, den diese auf verschiedene temporäre Gemeinschaften im Umfeld musikalischer Phänomene hatte. Für Parasite 2.0 ist Musik ein Werkzeug, das es ermöglicht, eine gewisse Gesellschaftlichkeit mit ihren Symbolen, Riten und Räumlichkeiten entstehen zu lassen. Für ar/ge kunst entwirft das Kollektiv deshalb eine Installation, die auf einen hybriden Raum aus Club/Diskothek und Klassenzimmer Bezug nimmt, den verschiedene funktionale Objekte/Skulpturen beleben und der in verschiedenen Momenten vom Publikum und den Studierenden bewohnt und belebt wird. Der 24stündige Workshop-Event – ein pädagogisches Experiment, das die Installation selbst umgestalten wird - wird ungefähr zur Hälfte der Ausstellung stattfinden. Eine von den Künstlern, Kuratoren, Lehrenden und einigen Gästen organisierte Veranstaltungsreihe macht aus der Installation eine temporäre Schule und bereitet darin die Studierenden auf diesen öffentlichen Moment vor.