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Die Verwandlung der Raupe in die äußerlich reglose Puppe und dann in den Schmetterling erstaunte die Menschen von jeher. Seit der Antike galt der Schmetterling daher als Symbol der menschlichen Seele. Die Sonderausstellung zeigt in Modellen Eier und Raupen, im Zeitraffer vollzieht sich der Zauber der Metamorphose. Facettenaugen, Antennen, Sinneszellen an den Beinen – die Wahrnehmung ist vielfältig und bei den Arten ganz unterschiedlich ausgeprägt. Die Feinstruktur der Flügel erschließt sich unter dem Mikroskop. Wozu die prächtigen oder schlichten Farben, Augenflecken, Kringel, Streifen? Beobachten Sie die Muster an den lebenden Faltern im „Tropenhaus“. Schmetterlinge sind in Europa seit den 1960er Jahren rar geworden. Was macht „Schmetterlingsparadiese“ aus? Einige Arten überwintern in Südtirol als Puppen, wenige als Falter, und manche ziehen fort. Wie weit Schmetterlinge fliegen, dokumentieren winzige Radiosender auf dem Rücken der Wanderer. Kleidermotte und Mehlmotte begeistern weniger. Wer sie nicht kennt, erlebt ihren Lebenszyklus am Mehlmotten-Terrarium. Wer sie nicht mag, erfährt, welches Potential Raupen für die Proteinversorgung der Zukunft darstellen. Schmetterlinge gehören zu einer der bestuntersuchten Tiergruppen überhaupt; ein aktuelles Forschungsprojekt zur Aufnahme des genetischen Profils der Arten verheißt dennoch neue Erkenntnisse.