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- Veröffentlicht von Galleria Alessandro Casciaro

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Event-Informationen

Die Galerie Alessandro Casciaro freut sich, einen inspirierenden Dialog zwischen verschiedenen zeitgenössischen künstlerischen Positionen zu präsentieren. Zu sehen sind aktuelle, zum Teil bisher unveröffentlichte Arbeiten der wichtigsten von der Galerie vertretenen Künstler, darunter Lois Anvidalfarei, Giovanni Castell, Arnold Mario Dall'O, Jürgen Klauke, Hubert Kostner, Sissa Micheli, Kinki Texas, Robert Pan und Santiago Reyes Villaveces.
Eine Ausstellung, die zur Entdeckung ganz unterschiedlicher Techniken, Werkzeuge, Materialien und Ausdrucksmittel führt. Um den Dialog zwischen den installierten Werken zu bereichern, spielt auch die unterschiedliche geografische Herkunft der Künstler in der Ausstellung, mit einem Fokus auf die Kunstszene des Territoriums und der internationalen zeitgenössischen Szene.

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Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

jeden Tag bis am Sa 27 Feb 2021

Notizen über die Uhrzeiten :

Sa: ore 10.00-12.30 Uhr

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  • jede Woche bis am Sa 05 Jun 2021 an den Tagen: samstag
    Die erste große Einzelausstellung in Italien von Robert Breer (Detroit, Michigan, USA, 1926 - Tucson, Arizona, USA, 2011) zeichnet die rund sechzig Jahre seines künstlerischen Schaffens nach und versammelt zum ersten Mal in Italien eine breite Auswahl von Gemälden, Experimentalfilmen und Skulpturen, die der Künstler von den frühen 1950er Jahren bis zu seinem Todesjahr 2011 geschaffen hat. Kuratiert wird die Ausstellung von Vincenzo de Bellis und Micola Brambilla. Als ein Pionier der Animationstechniken gehörte Robert Breer zu den Begründern der amerikanischen Avantgarde. Er gilt heute als einer der innovativsten Autoren des Experimentalfilms. Während seiner gesamten Karriere entzog sich der Künstler formalen, stilistischen und konzeptuellen Etiketten und konzentrierte sich auf eine freie, aber gleichzeitig äußerst kohärente Recherche, womit er die visuelle Arbeit weit über die traditionellen Sprachgebiete hinaus ausdehnte. Er führte verschiedene Experimente - von abstrakter Malerei bis zum strukturellen Film, über Fluxus und Pop bis hin zum Minimalismus - durch, ohne sich jemals endgültig an eine dieser Bewegungen zu binden. Anhand einer Auswahl von mehr als siebzig Werken widmet sich die Ausstellung den Hauptthemen der Kunst von Robert Breer, angefangen von seiner malerischen Praxis, über die Filmkunst, bis hin zu einer umfangreichen Selektion von Zeichnungen und Skulpturen. Auf diese Weise erforscht die Ausstellung den formalen und konzeptuellen Ansatz, mit dem Robert Breer sich über sechzig Jahre lang befasste, und feiert die Vielfalt, die sein Gesamtwerk kennzeichnet. Das Spannungsfeld, das sich zwischen bewegtem und statischem Bild erkennen lässt, offenbart Breers ständige Reflexion über die Möglichkeit, Zeit einzufangen, wobei die Grenzen zwischen abstrakter und figurativer Darstellung, Bewegung und Statik, Objekt und Subjekt verwischt werden, um die Grenzen unserer Wahrnehmung zu testen. Eine umfangreiche Selektion von Zeichnungen zeigt die sorgfältige und akribische Studie, die der Künstler, vor der Herstellung von Filmen und Skulpturen, der Komposition und Schaffung eines Assoziationssystems widmete. Die Zeichnungen bieten den Betrachtenden so die Möglichkeit, alle nur denkbaren Interaktionen zwischen Formen und Farben auszuloten und zu verweilen, um jene Details zu beobachten, die in den Filmen zu schnell ablaufen, um erfasst werden zu können. Die verschiedenen Werkgruppen, aus denen sich Robert Breers Oeuvre zusammensetzt, werden in der Ausstellung versammelt, um die Tiefe und Komplexität einer visionären Praxis zu feiern und von einer ständigen Suche des Zeitbegriffs zu erzählen, der - wie der Titel der Ausstellung suggeriert - in der Schwebe lebt, auf der Grenze zwischen Realem und Abstraktem, zwischen Statik und Bewegung, zwischen der Magie des Phänomens und dem Absoluten. Robert Breer (Detroit, Michigan, USA, 1926 - Tucson, Arizona, USA, 2011) Als Sohn eines Ingenieurs der Chrysler Corporation studierte Breer zunächst Ingenieurswesen und wechselte kurz darauf an die Kunstfakultät der Stanford University (Kalifornien), wo er zu den ersten Studenten gehörte. Die 1950er Jahre verbrachte er in Paris, wo er eine visuelle Geometrie entwickelte, die vom Neoplastizismus Piet Mondrians (1872-1944) inspiriert, gleichzeitig aber zutiefst innovativ und an der Idee eines "elastischen Raums" orientiert war. Die ausgestellten Gemälde, darunter Time Out (1953) - wie der Titel der Ausstellung - Three Stage Elevator (1955) und Composition aux trois lignes (1950), offenbaren eine Interpretation der Abstraktion, die von Mondrians formaler Reinheit abweicht, um unregelmäßige Elemente und schwankende Linien, die eine Bewegung andeuten, zu schaffen. Kurz nach seinem Debüt als Maler entwickelte Breer - beginnend mit seinem ersten Film From Phases I (1952) - die Idee vom Film, der aus einer Abfolge von mehreren, voneinander unabhängigen Bildern besteht - was eine direkte Folge der in seinen Gemälden vorhandenen Bewegungsidee ist. Durch das Experimentieren mit verschiedenen Animationstechniken, u.a. mit Daumenkinos (fünf davon werden in der Ausstellung gezeigt), verwirklichte sich Breer den Wunsch, der Bewegung Körperlichkeit zu verleihen, damit sie für die Betrachtenden in Echtzeit erfahrbar wurden. In Filmen wie Recreation (1956), A Man and His Dog Out for Air (1957), 69 (1968), Fuji (1974) und Swiss Army Knife With Rats and Pigeons (1980) werden die ZuschauerInnen von blitzenden, unregelmäßig auftauchenden, schwingenden Linien, Farben, Buchstaben, abstrakten Formen und Bildern bombardiert, wodurch das entsteht, was Breer "einen Angriff auf die Netzhaut“ [“assault and battery on the retina”] nannte. Mit Hilfe von Jean Tinguely (1925 - 1991) begann Breer in den 1950er Jahren eine Reihe "prä-cinematischer Objekte" herzustellen. In den 1960er Jahren zeigte er die sogenannten Mutoscopes [Mutoskope] zunächst in Paris, dann in New York. Diese elementaren filmischen Vorrichtungen präsentieren eine Abfolge von Einzelbildern, die auf einer Walze angeordnet sind, und zeigen den Betrachtenden - in der gewünschten Geschwindigkeit abgespult - die Phänomenologie der Bewegung, die sich in ihrem Ursprung und ihrer Entwicklung offenbart. In den 1960er Jahren begann Breer mit der Produktion eines weiteren wichtigen Werkkorpus, den sogenannten Floats: Skulpturen in verschiedenen Größen, Materialien und Formen, die - wie der Titel der Serie beschreibt - im Raum schweben. Sie sind die dreidimensionale Umsetzung der abstrakten und anti-narrativen Formen, die seine bisherige bildnerische und vor allem kinematografische Recherche kennzeichneten. Diese einfachen Formen, die mit Ironie auf den Minimalismus anzuspielen scheinen, bewegen sich frei, mit einer kaum wahrnehmbaren Geschwindigkeit, im Raum, und ändern im Falle einer Kollision ihre Flugbahn. Ihre Umgebung wird ständig aktualisiert und verändert, während die Formen kollidieren und ihre Richtung ändern. Werke wie Switz (1965), Borne (1967), Porcupine (1967), Float (1970) und Tambour (1972) umgeben die Betrachtenden wie animierte Präsenzen und wirken, indem sie nach und nach ihre Bewegung offenbaren, auf die Wahrnehmung des Augenblicks und die Präsenz unserer Körper im physischen Raum um uns herum.
  • Das Event findet heute statt., morgen e jeden Tag bis am Fr 30 Apr 2021
    Jessika Khazrik nor the Society of False Witnesses 12. Dezember 2020 – Dauer der Ausstellung unbekannt Kuratiert von Emanuele Guidi Für ihre erste Einzelausstellung in Italien hat Jessika Khazrik nor the Society of False Witnesses ihre Arbeit umgestaltet und ihr die Form einer vielschichtigen, ferngesteuerten Installation gegeben, die ausschließlich von der Straße aus und damit trotz der aktuellen Schließungsmaßnahmen erfahrbar ist. Abeyance & Concurrence entstand in Reaktion auf die gedehnte Zeitlichkeit der (post-)koronialen Gegenwart und entsorgten Vergangenheit angesichts der jüngsten kollektiven wie auch persönlichen Erfahrungen von Aufstand, Solidarität und Verhaftung der Künstlerin. Es handelt sich um einen Versuch, strukturellen Verwerfungen des internationalen Rechts den gewaltigen Ausbruch langsamer Gewalt und die gleichzeitige Suche nach transformativer Gerechtigkeit anhand von Akten kollektiver Störung entgegenzustellen. Da die Künstlerin erst kürzlich gezwungen war, von Beirut nach Berlin überzusiedeln, und ihre Bewegungsfreiheit derzeit noch eingeschränkt ist, hat Jessika Khazrik nor the Society of False Witnesses den Ort der ar/ge kunst durch eine progressive Anhäufung von Elementen zugänglich gemacht, indem sie die Fensterfront in eine refraktive, mehrsprachige Plattform verwandelte, die Sound, Licht, Rauch, Codes und optische Täuschungen überträgt. Die multisensorischen Elemente werden von Khazriks Berliner Atelier aus mit Unterstützung von Verbündeten in Bozen fernbedient. Die Innenräume der ar/ge kunst selbst bleiben während der gesamten Ausstellungsdauer geschlossen. Ausgangspunkt von Abeyance & Concurrence ist das indisziplinäre Forschungsprojekt Blue Barrel Grove, an dem die Künstlerin seit 2013 arbeitet. Dieses begann ursprünglich mit der Recherche zu einem 1987 zwischen Italien und dem Libanon betriebenen illegalen Handel mit Giftmüll, der teilweise in einem Steinbruch unweit des Elternhauses der Künstlerin entsorgt wurde. Abeyance & Concurrence bildet die Fortsetzung ihrer sorgfältigen Untersuchungen und spürt zudem den komplexen Verknüpfungen nach, die zwischen Umweltzerstörung als einer Form von Waffe und dem Bankwesen als Staatsräson bestehen. Gleichzeitig reagiert die Arbeit auf die jüngsten Ereignisse, die sich auf das Zuhause und das Leben der Künstlerin auswirkten – die Revolutionen vom Oktober 2019, ihre Enteignung und unrechtmäßige Verhaftung während der andauernden libanesischen Bankenkrise, die Explosion vom August 2020 in Beirut und die von COVID-19 bewirkte Syndemie*. In eindringlicher Weise wird so den schwebenden Verbindungen zwischen der politischen Ökonomie von Desinfizierung und Staatshygiene sowie Regimes der Unsichtbarkeit und Komorbidität nachgegangen, die aus der Nichtbeachtung und Zirkulierung von Giftmüll und Rüstungsabfällen folgen. Der Akt der Untersuchung des Körpers wird somit zu dem einer Untersuchung des Staates. Schichten steganografischer Bilder und linsenförmige Skulpturen überlagern einander auf der spiegelnden Fensterfront der ar/ge kunst. Hierfür verarbeitete die Künstlerin Datensätze anhand von maschinellem Lernen und verband sie mit einer Collage von Fotografien, die aus dem Privatlabor von Wissenschaftler*innen stammen. Kurze Sätze auf Arabisch, Deutsch, Italienisch und Englisch, die eine Entmilitarisierung der Informatik, industrielle Abrüstung und die kollektive Einführung einer universellen Anti-Währung fordern, werden in bunt schillernder Schichtung zusammengeführt. Ausschnitte in der „Frontleinwand“ sorgen dafür, dass die Innenräume der Galerie nur teilweise durchlässig, sichtbar und hörbar sind. Mit der Fensterscheibe als einer Übertragungs- und Reibungsplattform realisierte die Künstlerin ein 8-Kanal-Soundsystem aus Schallerregern und wetterfesten Lautsprechern, wie sie auf Schiffen zum Einsatz kommen. Das vibrierende, selbst konstruierte Audiosystem mit Schallwandlern überträgt akkumulierte Soundstücke und Gespräche zu Themen wie transregionalen Bündnissen, Heilung und Nanopunk. Das dynamische Diorama wird während der unbekannten Dauer der Ausstellung Veränderungen und Transformationen unterworfen. * Der 1995 von dem medizinischen Anthropologen Merrill Singer geprägte Begriff der Syndemie beschreibt die Anhäufung von zwei oder mehr Epidemien oder Krankheitsclustern, die gleichzeitig oder nacheinander in einer Bevölkerung auftreten und zu biologischen Wechselwirkungen führen, die Prognose und Krankheitsverlauf verschlechtern. Syndemien entwickeln sich bei gesundheitlichen Ungleichheiten, verursacht durch Armut, Stress und strukturelle Gewalt. Biografie Jessika Khazrik (geb. 1991, Beirut) ist eine Künstlerin, Technologin, Produzentin elektronischer Musik und Forscherin, deren indisziplinäre Praxis von Komposition und Ökotoxikologie über maschinelles Lernen, Kryptographie und Performance bis zu bildender Kunst sowie Wissenschafts- und Musikgeschichte reicht. Khazrik studierte Linguistik und Theaterwissenschaften an der Lebanese University und erwarb einen Master of Science in Kunst, Kultur und Technologie des MIT, wo sie mit dem Ada Lovelace Prize ausgezeichnet wurde. In den Jahren 2012/13 war sie Stipendiatin des Home Workspace Program der Ashkal Alwan und 2018/19 Stipendiatin des Digital-Earth-Programms. Sie ist als Technologin und Forscherin in verschiedenen kollektiven und institutionellen Umgebungen tätig. Ihre Arbeit zeigte sie u. a. in The Normandy Landfill, im Stanford Research Institute, auf dem CTM Festival, der Manifesta, in der Arab Image Foundation, der Kunsthalle Wien, in Les Urbaines, im Museum of Modern Art in Warsaw, im Times Museum Guangzhou, in der LUMA Foundation, im Haus der Kulturen der Welt, bei Amnesty International, im Center of Documentary Arts and Research der University of California, Santa Cruz, in ihrem Haus, im Internet, an geheimen Orten und im Theater der Welt. Ihre Essays und Kurzgeschichten erschienen u. a. im Bidayat Journal, dem Kohl Journal, in The Funambulist, Almodon und Ibraaz. Neben ihrer Solopraxis komponiert Khazrik den Soundtrack für das Film- und Forschungsprojekt GEOCINEMA, arbeitet häufig mit Künstler*innen und Labels an Albumcovern und Texten sowie mit DJs unter verschiedenen Namen zusammen. Aktuell ist sie Gastdozentin des MFA-Programms an der Hochschule für Künste Bremen und Redakteurin der Seite „Internationale Solidarität“ der Monatszeitschrift 17 teshreen/October 17. Mit der freundlichen Unterstützung von: Autonome Provinz Bozen, Amt für Kultur Stadtgemeinde Bozen, Amt für Kultur Stiftung Südtiroler Sparkasse Dr Schär
  • Das Event findet heute statt., morgen e jeden Tag bis am Fr 30 Apr 2021
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