banner inside 01 de

Peter Assmann. Transferteppich - Veröffentlicht von Schlosstirol

0

Event-Informationen

Kunstausstellung im Bergfried des Landesmuseums Schloss Tirol

Die Ausstellungsinstallation im obersten Geschoss des Bergfrieds von Schloss Tirol gestaltet Peter Assmann in einen künstlerischen Lande- und Abhebeort für die Überwindung begrenzter Landreisesituationen. Somit entsteht ein konzentrierter, bildhaft wirksamer Treffpunkt für Reisende im Großen und Kleinen, für weiterführende Begegnungstransfers. Dabei werden Themen berührt, welche grundsätzliche menschliche Bewegungen simulieren: AUFZURICHTEN, SICH VORZUBEUGEN, NOCHMALS – AUFZUHÖREN UND ABLASSEND, AUFBRECHEND, WEITERGEHEN, AUF DEM TEPPICH BLEIBEN, DEM FLIEGENDEN. Rund um einen zentral im Raum platzierten bildkünstlerisch gestalteten Teppich (Siebdruck auf Textil) werden an den metallbewehrten Wänden des Ausstellungsraumes gerahmte Arbeiten auf Papier in unterschiedlichen Dimensionen arrangiert, die in Bezug auf mediale Begegnungsbilder, insbesondere mit Bezug zu (süd)tiroler Medienwelten, transferorientierte Bilderfahrungen aufzeigen.

Peter Assmann, geb. 1963 in Zams, ist Kunsthistoriker, Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft, Schriftsteller und bildender Künstler.

Tags

Kontakte :

Das nächste Event findet statt in :

00

Tage

00

Stunden

00

Minuten

00

Datum und Uhrzeit des Events :

Das Event findet morgen statt. e jede Woche bis am Mi 08 Dez 2021 an den Tagen: dienstag mittwoch donnerstag freitag samstag sonntag
  • Di 07 Dezember, 202110:00-17:00 |
  • Mi 08 Dezember, 202110:00-17:00 |

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Das Event findet morgen statt. e jede Woche bis am So 13 Feb 2022 an den Tagen: dienstag mittwoch donnerstag freitag samstag sonntag
    Künstler*innen: Amelia Etlinger, Anna Esposito, Annika Kahrs, Anri Sala, Augusto De Campos, Babi Badalov, Ben Vautier, Carla Accardi, Cerith Wyn Evans, Christine Sun Kim & Thomas Mader, Elisabetta Gut, Ettore Favini, Franco Marini, Franz Pichler, Freundeskreis, Jorel Heid & Alexandra Griess, Heinz Gappmayr, Irma Blank, Johann Georg Hettinger, Jorinde Voigt, Kader Attia, Katja Aufleger, Ketty La Rocca, Kinkaleri, Lawrence Abu Hamdan, Lawrence Weiner, Leander Schwazer, Lena Iglisonis, Lenora De Barros, Lucia Marcucci, Maria Stockner, Marilla Battilana, Michele Galluzzo & Franziska Weitgruber, Mirella Bentivoglio, Otto Neurath, Siggi Hofer, Slavs and Tatars, Tomaso Binga. kuratiert von: Judith Waldmann Diesen Herbst geht THE POETRY OF TRANSLATION dem spannungsreichen Phänomen der Übersetzung auf die Spur. Die Gruppenausstellung, an der über 30 bedeutsame nationale und internationale Künstler*innen über 70 Arbeiten präsentieren, beleuchtet den Prozess der Übersetzung aus neuartigen Perspektiven. Inspiriert von der gelebten Mehrsprachigkeit in Südtirol und seiner bewegten Geschichte interethischen Zusammenlebens, bietet Kunst Meran Merano Arte den idealen Kontext für eine Ausstellung, die sich der Übersetzung widmet und Fragestellungen zu Identität, Multikulturalismus und Diversität aufruft. THE POETRY OF TRANSLATION beleuchtet den komplexen Prozess der Übersetzung sowohl als Quelle von Teilhabe, internationaler Verständigung, Kreativität, Genius und Poesie, als auch als Ursache von Missverständnissen und Ausgrenzung. Übersetzung wird hierbei als kreativer Prozess verstanden, bei dem auch immer etwas Neues entsteht. Ausgehend von der Übersetzung von einer Sprache in eine andere, öffnet sich die Ausstellung dem Transfer von weiteren (künstlerischen) Zeichensystemen wie Musik, Gesang, Tanz, Licht, digitalen Codes oder Malerei. Es werden beispielsweise Arbeiten zu sehen sein bei welchen Morsecodes in Lichtsignale übersetzt werden (Cerith Wyn Evans, Goodnight Eileen, 1982) oder Musik in Zeichnung (Jorinde Voigt, Ludwig van Beethoven - Sonate Nr. 1 bis 32, 2012). Fragen die sich hiermit verknüpfen sind: Was geschieht, wenn ein System in ein anderes übertragen wird? Was, wenn die Betrachter*innen den Code eines Zeichensystems nicht zu entschlüsseln vermögen und sich mit abstrakten Mustern konfrontiert sehen? Die Präsentation zeitgenössischer Kunst wird durch zwei historische Exkurse ergänzt. Ein Raum widmet sich den Plansprachen. Sowohl Esperanto (1887 entwickelt von Ludwik Zamenhof), als auch die internationale Bildsprache Isotype (1925 entwickelt von Otto Neurath), erzählen von dem Wunsch nach einer antinationalen Welt ohne Übersetzung. Ein weiterer Raum befasst sich mit der visuellen und konkreten Poesie der 60iger und 70iger Jahre. Er versammelt eine Auswahl an Künstlerinnen, die Mirella Bentivoglio 1978 in Materializzazione del linguaggio auf der Biennale in Venedig zusammengeführte. Eine wegweisende Ausstellung, die dem weiblichen Blick auf Sprache und der Übersetzung von Sprache in visuelle Formen ein Forum gab. Die Ausstellung wird von einem Vermittlungs- und Rahmenprogramm mit u.a. Künstler*innengesprächen (Francesca Grilli), Konzerten (Alessandro Bosetti in Zusammenarbeit mit Ensemble Conductus) und Performances (Kinkaleri) begleitet. Im Dezember 2021 soll ein Reader zur Ausstellung bei Mousse Publishing, Mailand erscheinen. -- THE POETRY OF TRANSLATION ist die Antrittsausstellung von Judith Waldmann, Künstlerische Leitung von Kunst Meran Merano Arte. Bevor Waldmann im Dezember 2020 ihre Arbeit in Südtirol aufnahm, war sie als Assistenzdirektorin der Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin sowie als freie Kuratorin für Institutionen wie dem Kasseler Kunstverein oder dem OGR Torino tätig. Außenstelle der Ausstellung: Krankenhaus Meran (Lawrence Weiner, Heinz Gappmayr). Zusammenarbeiten mit Ensemble Conductus, Art Verona Level 0 (The Gallery Apart) und ÓPLA - Archiv für Künstler*innen Kinderbücher. Der Ausstellungsbeitrag von Babi Badalov basiert auf der Zusammenarbeit mit Art Verona / Level 0. Die Ausstellung wird unterstützt von: Ifa - Institut für Auslandsbeziehungen; GALERIE POGGI, Paris Ein besonderer Dank gilt: Paolo Cortese, Gramma_Epsilon Gallery, Rom, Athen; Bernhard Tuider, Sammlung für Plansprachen und Esperantomuseum, Österreichische Nationalbibliothek, Wien
  • Das Event findet morgen statt. e jede Woche bis am Mi 08 Dez 2021 an den Tagen: dienstag mittwoch donnerstag freitag samstag sonntag
    Kunstausstellung im Bergfried des Landesmuseums Schloss Tirol Die Ausstellungsinstallation im obersten Geschoss des Bergfrieds von Schloss Tirol gestaltet Peter Assmann in einen künstlerischen Lande- und Abhebeort für die Überwindung begrenzter Landreisesituationen. Somit entsteht ein konzentrierter, bildhaft wirksamer Treffpunkt für Reisende im Großen und Kleinen, für weiterführende Begegnungstransfers. Dabei werden Themen berührt, welche grundsätzliche menschliche Bewegungen simulieren: AUFZURICHTEN, SICH VORZUBEUGEN, NOCHMALS – AUFZUHÖREN UND ABLASSEND, AUFBRECHEND, WEITERGEHEN, AUF DEM TEPPICH BLEIBEN, DEM FLIEGENDEN. Rund um einen zentral im Raum platzierten bildkünstlerisch gestalteten Teppich (Siebdruck auf Textil) werden an den metallbewehrten Wänden des Ausstellungsraumes gerahmte Arbeiten auf Papier in unterschiedlichen Dimensionen arrangiert, die in Bezug auf mediale Begegnungsbilder, insbesondere mit Bezug zu (süd)tiroler Medienwelten, transferorientierte Bilderfahrungen aufzeigen. Peter Assmann, geb. 1963 in Zams, ist Kunsthistoriker, Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen Betriebsgesellschaft, Schriftsteller und bildender Künstler.
  • Das Event findet heute statt., morgen e jeden Tag bis am Fr 31 Dez 2021
    WWW.ETRANGER.ONLINE Der in seiner Art einzigartige digitale Parcours beleuchtet in ungeschminktem Erzählstil anhand von Zeitdokumenten und Fotografien die wahre Geschichte von drei jungen Südtirolern - Rodolfo Altadonna, Beniamino Leoni und Emil Stocker - , die als Fremdenlegionäre im ersten Indochina-Krieg gekämpft haben. Für weitere Infos, clicken Sie auf den Titel. Details: VORSTELLUNG Der Lockdown, in den uns die Pandemie gezwungen hat, war auch ein Anlass, neue Wege zu gehen und Innovatives zu wagen. Aus dieser Situation heraus ist die Ausstellung “Étranger”, “Fremder”, entstanden. Sie sollte ursprünglich im Präsenz-Modus stattfinden, wurde aber wegen der Corona-Regeln ins Internet verlegt und geht am 15. Juni 2021 online (www.etranger.online). Texte und Bilder erzählen darin die wahre Geschichte von drei jungen Südtirolern - Rodolfo Altadonna, Beniamino Leoni und Emil Stocker - , die als Fremdenlegionäre im ersten Indochina-Krieg gekämpft haben. Den Stoff hat Luca Fregona zu einem Buch mit dem Titel “Soldati di sventura” verarbeitet, das bei Athesia erschienen ist. DAS PROJEKT Der in seiner Art einzigartige digitale Parcours beleuchtet in ungeschminktem Erzählstil anhand von Zeitdokumenten und Fotografien ein kaum bekanntes Geschichtskapitel: das “italienische Vietnam”. Zwischen 5.000 und 7.000 junge Italiener haben von 1946 bis 1954 in Indochina gekämpft, davon sind rund 1.000 gefallen. Die grafisch sehr ausgefeilte, gleichzeitig intuitive Webseite befördert den Besucher und die Besucherin kopfüber in das Kriegsgeschehen, gibt aber auch Einblicke in das persönliche Schicksal jener jungen Männer, die über Abertausende Kilometer in den Kampf geschickt wurden und am anderen Ende der Welt, in einer Landschaft aus Reisfeldern und Sümpfen, dem Tod ins Auge blickten. ... UND WEITERES MEHR Ein Großteil der Bilder, die in der Ausstellung zu sehen sind, wurde vom Meraner Fremdenlegionär Emil Stocker geschossen, der 2020 gestorben ist. Stocker gehörte der 13. Halbbrigade an, die die Franzosen am Tonkin-Delta einsetzten. Sie wurde in der Schlacht um Dien Bien Phu niedergemetzelt, die das Ende des französischen Kolonialismus in Indochina und die Teilung des Vietnams entlang des 17. Breitengrades in einen kommunistischen Nord und einen unter westlichem Einfluss verbleibenden Süden besiegelte. Die Schwarz-weiß-Fotografien dokumentieren die einzelnen Phasen des Krieges, aber auch die Arbeit auf den Reisfeldern, das Leben auf dem Dorf und in einer Stadt wie Hanoi, das damals noch französisch verwaltet war. Stocker erlebte außerdem die Machtübergabe zwischen der französischen Armee und den Viet-Minh-Truppen mit, die unter Führung von General Giáp für die Befreiung Vietnams kämpften. Der sich aus den Bildern ergebende Erzählstrang ist mit den Lebensgeschichten der drei Legionäre verwoben. Die Ausstellung geht auch auf die Beweggründe ein, die die drei Südtiroler dazu geführt haben, bei der Fremdenlegion anzuheuern. Ihre radikale Entscheidung ist vor dem historischen Hintergrund der Nachkriegszeit zu sehen. Die drei Südtiroler Legionäre stehen stellvertretend für Tausende junge Männer, die in der Fremdenlegion ihren einzigen Zufluchtsort sahen. Viele waren Wirtschaftsflüchtlinge, die auf der Suche nach Arbeit illegal nach Frankreich gegangen und dort aufgegriffen worden waren. Sie wurden vor die Alternative gestellt, entweder bei den “Képis Blancs” Dienst zu tun oder eingesperrt und nach Italien zurückgebracht zu werden. Andere flohen vor ihrer Vergangenheit nach Frankreich, obwohl sie noch blutjung waren: ehemalige Faschisten und Anhänger der Repubblica di Salò, Partisanen und Anarchisten oder einfach nur Versprengte, die keinen Weg zurück in die Gesellschaft fanden. Wieder andere waren von der italienischen Justiz verfolgt und tauchten in der Anonymität der Fremdenlegion unter, um dem Gefängnis zu entgehen. Die meisten hatte nur eine sehr schwammige Vorstellung davon, was sie in der Fremdenlegion erwartete, und noch weniger Ahnung vom Krieg in Indochina, einem Krieg, der es an Schrecken, Opferzahl und Grausamkeit mit dem amerikanischen Vietnam-Krieg der Sechziger-Jahre aufnehmen kann. Die anderen beiden Fremdenlegionäre neben Emil Stocker sind der Bozner Beniamino Leoni, der desertierte und sich auf die Seite der Viet-Minh-Partisanen schlug, und der ebenfalls aus Bozen stammende Rudi Altadonna, der im Alter von 24 Jahren am 21. April 1954 in Dien Bien Phu ums Leben kam.